Warenhaus, Massenkonsum und Sozialmoral. Zur Geschichte der Konsumkritik im 20. Jahrhundert.

Briesen, Detlef
Campus
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Datum

2001

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Herausgeber

Campus

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Frankfurt/Main

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ISSN

ZDB-ID

Standort

ZLB: 2002/914

Dokumenttyp

Dokumenttyp (zusätzl.)

DI

Zusammenfassung

Kaufhäuser, Einkaufszentren, Shopping-Meilen - die schöne, glitzernde Konsumwelt ist ein selbstverständlicher Bestandteil unserer modernen Alltagskultur geworden. Das war nicht immer so. Das "Warenhaus" mit seiner Anhäufung von Konsumgütern war für die Menschen seit dem späten 19. Jahrhundert vielmehr Faszinosum und Provokation. Die Studie beleuchtet die deutsche Konsumrevolution und Konsumkritik im 20. Jahrhundert. Als sich in den 50er Jahren die so genannte "Konsumrevolution" vollzog, wurden in Deutschland die individuellen Konsumgewohnheiten sowie die gesamte soziale und wirtschaftliche Ordnung grundlegend verändert. Der Übergang zum modernen Massenkonsum zeichnete sich bereits seit der Jahrhundertwende ab und wurde von heftigen sozialmoralischen Debatten begleitet. Die Veränderungen im Konsumbereich hatten ein Symbol, an dem sich die zeitgenössische Kulturkritik entzündete: Das Warenhaus. Anhand der so genannten Warenhaus-Debatte beleuchtet der Autor die historischen Diskurse zwischen Jahrhundertwende und den 1950er Jahren zu den Möglichkeiten und Gefahren des Konsums. Auf das "Waarenhaus" wurden alle Befürchtungen und Erwartungen projiziert, die eine in Kulturpessimisten und Fortschrittsgläubige geteilte Gesellschaft mit dem sich andeutenden Massenkonsum um die Jahrhundertwende verbinden konnte. Der Autor zeigt, dass mit der Warenhausfrage ein ganzes Bündel von gesellschaftlichen Problemlagen angesprochen war: Konsumenten- und Frauenrollen, Wirtschafts- und Marktordnungen, Mittelstandsfragen, Mode, soziale Zeichensysteme etc. Diese Stichworte lassen sich in zwei Fragestellungen zusammenfassen, die die zeitgenössische Konsumkritik beschäftigte: Erstens die Frage nach der individuellen, moralischen Integrität der Menschen im Konsumzeitalter und zweitens die Erörterung, welchen Stellenwert der Massenkonsum in der Gesellschaft haben sollte. Die Studie verdeutlicht, wie der Massenkonsum die Vorstellungen über die soziale Moral veränderte und welche Rolle der Wandel der Diskurse für die spezifische Modernität der frühen Bundesrepublik spielte. difu

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Schlagwörter

Zeitschrift

Ausgabe

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

300 S.

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