Das Quecksilber-Dilemma. Ende der Glühlampe mit Folgen für die Umwelt.

Deutscher Fachverl.
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Deutscher Fachverl.

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Frankfurt/Main

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0933-3754

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ZLB: 4-Zs 5887
BBR: Z 551

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Abstract

Laut Vorstudie der Verordnung über "nicht gerichtete Haushaltslampen" der Europäischen Union (EU) wurden im Jahr 2006 europaweit knapp 2 Milliarden Leuchtkörper verkauft. Fast zwei Drittel davon entfiel auf die klassische Glühlampe. Leuchtstoffröhren hielten einen Anteil von 20 Prozent, Halogenlampen 10 Prozent und Energiesparlampen kamen gerade mal auf einen Anteil von 5 Prozent, hatten aber mit über 33 Prozent in den letzten Jahren die größten Wachstumsraten. Explizit sieht die neue EU-Verordnung ein Verbot von Glühlampen nicht vor. Allerdings schraubt sie die Anforderungen an die Energieeffizienz haushaltsüblicher Lampen so hoch, dass Glühlampen mit weißem Licht ab 2012 vom Markt verschwunden sein werden. Vor diesem Hintergrund wird in dem Beitrag ausgeführt, dass auch die Umrüstung auf Energiesparlampen problematisch für die Umwelt ist, zumindest so lange, wie die Entsorgung von Energiesparlampen nicht geregelt ist. Denn die Energiesparlampen enthalten Quecksilber, das sich im Innenbereich der Glaskolben befindet und nach einem Glasbruch als weißes Pulver frei wird. Daher ist die ordnungsgemäße Entsorgung das eigentliche Problem der Energiesparlampen, denn sie fallen ob ihrer Inhaltsstoffe anders als Glühbirnen unter das Elektro- und Elektronikgesetz (ElektroG) und müssten seit 2006 entweder bei den hierfür eingerichteten kommunalen Sammelstellen oder beim Handel - hier allerdings auf freiwilliger Basis- abgegeben werden. Im Jahr 2007 kamen in der Bundesrepublik Deutschland von rund 115 Millionen zu entsorgenden Energiesparlampen 36 Millionen hier an, rund 80 Millionen landeten jedoch im Hausmüll oder in der Altglassammlung.

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Entsorga-Magazin

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Nr. 1/2

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S. 18-20

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