Entnazifizierung in Bayern. Säuberung und Rehabilitierung unter amerikanischer Besatzung.

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SEBI: 73/74

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Abstract

Grundfragen der Demokratisierung in den deutsch-alliierten Auseinandersetzungen nach 1945 werden unter Verwendung der Akten der Militärregierung, der Spruchkammern und der Regierungen der US-Zone behandelt. Die Vorstellungen einer Personalsäuberung in den USA entwickelten sich aus dem Wunsch nach politischen Reformen ohne soziale Konsequenzen. Von der bayerischen Regierung ging die Initiative aus, die Entnazifizierung durch das ,,Gesetz zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus'' vom 5. 3. 1946 stillschweigend in eine Rehabilitation der großen Masse zuvor entlassener und internierter Nationalsozialisten umzuwandeln. An einer repräsentativen Stichprobe von 300 Spruchkammer-Fällen wird nach Ansicht des Autors der taktische Mißbrauch des Rechtsstaatsgedankens gegen die Entnazifizierung und soziale Reformversuche gezeigt; die unmittelbare Bezogenheit des Rechtsstaates auf politische und soziale Demokratie als seine Voraussetzung konnte nicht ins öffentliche Bewußtsein gebracht werden.

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Faschismus, Partei, Politik, Demokratie, Sozialschicht, Geschichtswissenschaft, Landesverwaltung, Rechtsprechung, Entnazifizierung, Besatzung

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Frankfurt/Main: S.Fischer (1972) 710 S., Tab.; Lit.; Zus.(phil.Diss.; Heidelberg 1971)

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Faschismus, Partei, Politik, Demokratie, Sozialschicht, Geschichtswissenschaft, Landesverwaltung, Rechtsprechung, Entnazifizierung, Besatzung

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