Kleinräumliche Fertilitätsdifferenzierungen in Berlin und ihre Ursachen.

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Wiesbaden

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2196-9574

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EDOC

Abstract

Die Studie wurde mit dem Ziel durchgeführt, auf kleinräumlicher Basis (Berliner Prognoseregionen) Fertilitätsdifferenzierungen in Berlin aufzufinden und zu erklären. Es existieren starke Differenzierungen zwischen der zusammengefassten Geburtenziffer, der Nichtehelichenquote, dem Gebäralter und den altersspezifischen Verteilungen der Geburtenziffern. Das Zusammenspiel dieser Indikatoren führt zu einer ganzen Reihe spezifischer Fertilitätsmuster. Für die zusammengefasste Geburtenziffer gilt, dass in den zentrumsnahen Prognoseregionen ein niedrigeres Geburtenniveau besteht. Das durchschnittliche Gebäralter ist im Zentrum und in den besseren Wohnlagen im Südwesten Berlins besonders hoch. Hinsichtlich der Nichtehelichenquote sind die traditionellen West-Ost-Unterschiede erhalten geblieben mit hohen Werten in den ehemals Ostberliner Regionen. Im Zusammenspiel der drei Fertilitätsindikatoren wurden folgende Situationen aufgefunden: Hinsichtlich der Geburtenziffer und dem Gebäralter zeigt sich, dass sich die Fertilität mit steigendem Gebäralter verringert. Es gibt aber auch Regionen (Frohnau-Hermsdorf), in denen eine sehr hohe Fertilität mit der späten Geburt der Kinder verknüpft ist. In der Differenzierung von ehelicher und nichtehelicher Fertilität zeigt sich, dass eine hohe eheliche Fertilität von einer niedrigeren nichtehelichen Fertilität und umgekehrt begleitet wird. Bei Einbeziehen der altersspezifischen Dimension wurden sechs spezifische Altersmuster aufgefunden. So findet sich beispielsweise in der Region Wedding das aktuell dominierende Muster mit niedriger Fertilität im jüngeren Alter und einem Fertilitätsgipfel nach dem 30. Lebensjahr. Die Geburtenziffern der Ausländer steigen früher an und verbleiben lange auf einem relativ hohen Niveau. Neukölln ist durch eine zweigipflige Verteilung charakterisiert, die durch die hohe Teenagerfertilität bei den Ausländern und späte Geburten bei den Deutschen entsteht. In Marzahn existieren hohe Geburtenziffern unter den Jüngeren, was sowohl für die Deutschen als auch die Ausländer zutrifft. Anhand des Sozialstatusindex, des Ausländeranteils, der Wohnlage und des Anteils an Sozialhilfeempfängern wurde der Einfluss auf Geburtenziffer, Nichtehelichenquote und Gebäralter ermittelt. Dabei zeigte sich, dass der Sozialstatusindex, der stark auf der schulischen und beruflichen Bildung beruht, den jeweils größten Einfluss hat.

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55 S.

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BiB Working Paper; 1/2017