Bausteine für den Kulturtourismus? Erhaltungs- und Inwertsetzungsperspektiven für das Erbe der Zehdenicker Ziegelindustrie.

Gries, Ulrich
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Datum

2008

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DE

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Trier

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Zusammenfassung

1887 wurden nördlich der Kleinstadt Zehdenick zufällig reichhaltige Tonlagerstätten an der Havel entdeckt. Die neugeborene Industriestadt stieg innerhalb weniger Jahre zum Zentrum der Märkischen Ziegelindustrie auf. Bis 1913 wurden 63 Hoffmannsche Ringöfen nördlich von Zehdenick errichtet, mit denen bis zu 500 Millionen Ziegel pro Jahr gebrannt werden konnten. Die Ziegelfertigung endete mit der Wiedervereinigung Deutschlands. Untersuchungsgegenstand der Arbeit ist das Erbe der Zehdenicker Ziegelindustrie und die von ihr geprägte Kulturlandschaft, die nicht nur erhebliche geschichtliche Bedeutung für den Aufbau Berlins vor 1945 sondern auch für die Baustoffindustrie in der der DDR hat. Es erfolgte zunächst eine grundlegende Inventarisierung der persistenten Relikte, die erfasst, beschrieben, in ihrer Erscheinung erklärt und hinsichtlich ihrer touristischen Verwendbarkeit bewertet wurden. Es konnte festgestellt werden, dass derzeit noch ein reichhaltiges bauliches Erbe der Ziegelindustrie im Untersuchungsraumexistiert. Die Arbeit zeigt auf, dass die mittlerweile vollständig gefluteten Tontagebauten und Teile der historischen Kulturlandschaft mit ihrem Formenschatz - Relikte der Aufbereitung, der Freilufttrocknung, Produktions- und Wohngebäude oder Häfen - eine hohe Relevanz für den Erholungs- und Kulturtourismus aufweisen. Die Arbeit liefert wesentliche Grundlagen für die Konzeption einer kulturtouristischen Erschließung der gesamten Zehdenicker Tonstichlandschaft unter Nutzung und Wahrung ihrer authentischen Relikte und regionalen Spezifik. Sie schließt mit konkreten Vorschlägen für eine gezielte Erhaltung und Pflege dieses Erbes unter besonderer Berücksichtigung des Kulturtourismus. Dabei fließen Erfolgsmuster tourismusrelevanter Nutzungsformen vergleichbarer Standorte in Deutschland und in Belgien mit ein.
At the end of the 19th Century bricks were the most important building material in Germany. About 60 km North of Berlin was one of the largest brick industry sites in Europe manufacturing bricks for the capitol Berlin. The so called Zehdenicker Revier is still dominated by the huge chimneys of several brickworks. Brick clays were extracted here on a monumental scale integrated with the brickmaking which was not strong mechanized at the beginning. The reason for the rapid development of the brick industry was the high quality of the local clay and the River Havel as a transport route. Bricks were already being produced in the area by 1887, making use of the clay near the banks of the river Havel. The Zehdenicker Revier was the largest brickmaker region in Germany and produced until the end of the GDR. After the reunification in Germany the brick industry came down. Today there are lot problems of revaluation. Recreation and tourism-oriented forms of use could be a mean to protect this heritage site. For thisreason remaining objects like ring kilns, machinery and other equipment were analyzed and evaluated. After an evaluation of strengths and weaknesses of the heritage area and local tourist sites, perspectives for a future and the development of the brick industry dominated landscape of the Zehdenick lakes are discussed.

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XVIII, 408, XXI S.

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