"Shrinking city" in Eastern Germany. The term in the context of urban development in Poland.
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DE
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Weimar
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Zusammenfassung
Die Arbeit versucht zu klären, ob die Verwendung des Begriffs "schrumpfende Stadt" auf Städte in Polen und Mittel- und Osteuropa übertragbar ist und inwieweit die Stadtentwicklung Ostdeutschlands als exemplarisch für diejenige Mittel-Osteuropas angesehen werden kann. Der Begriff "schrumpfende Stadt" wird in deutschen Publikationen oft mit sozialistischen Städten assoziiert. Dieses ist aber ungeeignet weil, wie die Arbeit zeigt, die sozialistische Stadt - abgesehen von der DDR - durch ein enormes Wachstum an Bevölkerung und Arbeitsplätzen charakterisiert ist. Hingegen ist die "schrumpfende Stadt" durch Bevölkerungsrückgang und den Abbau von Arbeitsplätzen geprägt. Demzufolge ist die sozialistische Stadt eher ein Antonym der "schrumpfenden Stadt". Der Bevölkerungsrückgang in einigen DDR-Großstädten war für die sozialistische Stadtentwicklung sehr ungewöhnlich und kann deshalb nicht als exemplarische sozialistische Entwicklung bezeichnet werden. Eine "schrumpfende Stadt" in Ostdeutschland ist eine Stadt mit langjährigem Bevölkerungsrückgang, gekoppelt mit überdimensionierten, wachstumsorientierten Stadtentwicklungsstrategien. Der Begriff der "schrumpfenden Stadt" kann nicht auf die polnischen Städte, die an Bevölkerung verlieren, angewendet werden. Der Bevölkerungsrückgang in diesen Städten ist eher ein junger Prozess. Zudem verursacht dieser Trend keine negativen räumlichen und ökonomischen Konsequenzen.
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Seiten
180 S.