Energiedemokratie. Grundlage und Perspektive einer kritischen Energieforschung.
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DE
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Berlin
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2194-2242
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ZLB: Kws 271/751
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Abstract
Die Umsetzung der Energiewende ist alles andere als unumstritten: Soll die Energieversorgung der Zukunft weiterhin durch die großen Energiekonzerne erfolgen, oder sollen dezentrale Akteure wie Genossenschaften und Stadtwerke diese langfristig ersetzen? Brauchen wir neue Hochspannungsleitungen, oder erzeugt in Zukunft jeder Haushalt seinen eigenen Strom? Sollten wir auf den Feldern Biodiesel anbauen oder lieber ganz aufs Autofahren verzichten? Kann und soll der Klimawandel im Rahmen eines kapitalistischen Wirtschaftssystems bearbeitet werden, oder brauchen wir grundsätzliche Alternativen? Hinter jeder dieser Fragen verbergen sich unterschiedliche gesellschaftliche Akteure mit ihren jeweiligen Interessen, Idealvorstellungen und Werten: Während die Energiekonzerne große Offshore-Windparks vor der Küste bauen möchten, setzen Energiegenossenschaften oder Bioenergiedörfer auf die Dezentralisierung der Energieversorgung. Dort, wo neue Stromleitungen oder Windparks gebaut werden sollen, beklagen sich AnwohnerInnen über die "Verschandelung" der Landschaft, und UmweltschützerInnen warnen vor dem Aussterben bedrohter Fledermausarten. Die Gewerkschaften sorgen sich um den Verlust von Arbeitsplätzen, während andernorts Bürgerbegehren die Rekommunalisierung der Stromversorgung erstreiten. Dies verdeutlicht, dass es sich bei der Energiewende nicht um einen rein technischen Umbau der Energieversorgung handelt, sondern dass es im gleichen Maße um eine gesellschaftliche Transformation geht, die neue Konflikte hervorruft. Dadurch werden neben Fragen nach der technischen Machbarkeit und Umsetzung auch Fragen nach Partizipation und Akzeptanz sowie nach grundlegenden Wertvorstellungen aufgeworfen.
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47 S.
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Studien / Rosa Luxemburg Stiftung; 2015,1