Demokratie als Bauherr. Überlegungen zum Charakter der Berliner politischen Repräsentationsbauten.

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DE

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Bonn

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0479-611-X

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ZLB: Zs 988-Beil.1997-4
BBR: Z 194a
IRB: Z 881
IFL: Z 627

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Abstract

In seiner berühmt gewordenen Rede "Demokratie als Bauherr" hat Adolf Arndt 1960 Gedanken zur Bautätigkeit der jungen BRD niedergelegt, die unter dem Eindruck der ruinierten "Diktatur als Bauherr" in Deutschland breiten Widerhall gefunden haben. Es dauerte allerdings einige Jahre bis mit dem neuen Bonner Plenarsaal des Architekten Günther Behnisch ein Gebäude der öffentlichen Hand zu besichtigen war, das den Vorstellungen Arndts entsprach. Angesichts der Vollendung des "Bandes des Bundes" des Architekten Axel Schultes und besonders des von ihm und seiner Partnerin Charlotte Frank entworfenen Bundeskanzleramtes im Berliner Spreebogen stellt sich erneut die Frage. Zumal die Repräsentationsbauten von Parlament und Regierung an einem Ort entstanden sind, der wie kaum ein anderer mit Geschichte aufgeladen ist: Reichstag, Reichstagsbrand, Krolloper, Große Halle des Volkes, Mauer, Mauerfall sind Interpunktionszeichen dieses Geländes. Gleichzeitig stellen sich Fragen zur Repräsentationsarchitektur der Bundesrepublik, zur Sicherheit versus Transparenz, zur barocken Geste versus Schlichtheit, kurz zum Selbstverständnis der heutigen Demokratien als Bauherren in einer sich wandelnden Gesellschaft. difu

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Aus Politik und Zeitgeschichte

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Nr. 34/35

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S. 7-15

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