Die neue Ernte - "Tiere pflanzen". Schlüssel-Schloss-Prinzip bringt mehr Biodiversität.
Patzer
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Patzer
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DE
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Berlin
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0948-9770
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ZLB: Kws 125 ZB 6810
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Abstract
Die Untersuchungen des Entomologischen Vereins Krefeld brachten im Jahr 2017 den Rückgang der Biodiversität in Naturschutzgebieten Nordrhein-Westfalens ins Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung. Besonders besorgniserregend ist der Befund, dass dieser Rückgang in Gebieten nachgewiesen wurde, die dem Schutz der Natur vorbehalten und nicht vom Landnutzungswandel betroffen sind. Die Krefelder Ergebnisse passen gut zu weltweiten Befunden, denn überall werden Rückgänge der Biodiversität beobachtet. Da die Fläche aller Gärten in Deutschland größer ist als die Fläche der Naturschutzgebiete, liegt es nahe, das enorme Potenzial, das die Gärten für den Naturschutz im besiedelten Raum darstellen, auszuschöpfen. Der Begriff "Tiere pflanzen" drückt einen wichtigen Funktionsanspruch an Grünflächen aus. Zur Förderung der Biodiversität der Gärten in Dörfern und Städten sollten bevorzugt einheimische Wildpflanzen angepflanzt werden, denn durch die Jahrtausende währende Koevolution haben sich gegenseitige Abhängigkeiten entwickelt und einheimische Pflanzen und Tiere passen zusammen wie "Schlüssel und Schloss". Die Abhängigkeiten von Pflanzen und Tieren gehen manchmal so weit, dass einige Arten sogar an Hand der Pflanze bestimmt werden können, die sie besuchen. So können durch die Anpflanzung bestimmter Pflanzen auch bestimmte Tierarten gefördert ("geerntet") werden. Einige Beispiele für "Biodiversitätsnetzwerke" werden in dem Beitrag vorgestellt.
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Stadt + Grün : das Gartenamt ; Organ der Ständigen Konferenz der Gartenbauamtsleiter beim Deutschen Städtetag
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Nr. 3
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S. 9-14