Potzblitz. Elektrodynamische Fragmentierung zerlegt auch härteste Baustoffe ohne Zerstörung.

Deutscher Fachverl.
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Frankfurt/Main

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0933-3754

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ZLB: Kws 274 ZB 6793
BBR: Z 551

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Abstract

Laut einer Schätzung der Arbeitsgemeinschaft Kreislaufwirtschaftsträger Bau fallen in den USA, Europa und Japan jährlich rund 900 Millionen Tonnen Bauschutt an. Allein in der Bundesrepublik Deutschland betrug die Abfallmenge im Jahr 2010 etwa 130 Millionen Tonnen. Doch werden von diesen Mengen derzeit lediglich acht Prozent wiederverwendet. Ein Großteil wird entweder deponiert oder als Straßenschotter verbaut. Echtes Recycling wäre es aber nur dann, wenn man aus Altbeton wieder Rohstoffe für die Zementproduktion gewinnen könnte. Die dafür notwendige Technologie existiert bereits seit vielen Jahrzehnten: Das Verfahren der elektrodynamischen Fragmentierung wurde schon in den 1940er Jahren von russischen Wissenschaftlern entwickelt. Erst in den vergangenen Jahren wurde das Verfahren soweit verbessert, dass ein großtechnischer Einsatz dieser Technologie möglich wurde. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) hat sich dieser Aufgabe angenommen und erforscht im Rahmen des Projekts "Elektrodynamische Fragmentierung von Altbeton (ELDYNTON)" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mithilfe einer elektrodynamischen Fragmentierungsanlage neuartige Recyclingverfahren für funktionale Baustoffe. Die Anlage kann verschiedenste Materialien in ihre Einzelbestandteile zerlegen, ohne sie dabei zu zerstören. So können auch Müllverbrennungsschlacken (MVA-Schlacken) mithilfe der Anlage fragmentiert werden, denn diese enthalten Schmelzprodukte, welche ähnliche Eigenschaften wie Zement besitzen und deshalb als Baustoffe genutzt werden können. In dem Beitrag wird über die Forschungsarbeiten am IBP berichtet.

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Entsorga

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Nr. 3

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S. 16-18

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