Innerstädtische Einkaufszentren und ihre Folgen für die Stadtentwicklung: langfristiges Problem oder nachhaltige Lösung?
Gemeindetag Baden-Württemberg
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Gemeindetag Baden-Württemberg
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DE
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Stuttgart
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ZLB: 4-Zs 1723
BBR: Z 333
BBR: Z 333
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Abstract
Der Strukturwandel im Einzelhandel reißt immer größere Lücken in die städtebauliche Textur der Städte. Nicht erst die Krise der klassischen Warenhauskonzerne hat gezeigt, wie tiefgreifend die Veränderungen im Einzelhandel sind. In dem Beitrag wird die Frage aufgeworfen, wie unter den Bedingungen einer stagnierenden beziehungsweise sinkenden Nachfrage eine nachhaltige Stabilisierung des Handelsstandorts Innenstadt erfolgen kann und ob Einkaufszentren hierzu einen Beitrag leisten können. Untersucht wird, ob das ursprünglich für die Peripherie konzipierte Prinzip der Shopping-Mall überhaupt auf innerstädtische Standorte übertragen werden kann. Denn innerstädtische Einkaufszentren können zu gravierenden städtebaulichen Konflikten führen. So wurden beispielsweise bei der Realisierung des "Limbecker Platzes" in Essen historische Jugendstilfassaden zerstört und öffentliche Räume privatisiert. Durch das bauliche Zusammenfassen dreier Kaufhäuser, eines Straßenabschnitts sowie des größten Teils des ehemaligen Limbecker Platzes entstand ein Fremdkörper in der Stadt, der den Maßstab des Umfelds sprengt. Während die Mehrzahl der in Deutschland realisierten Einkaufszentren nach wie vor dem Prinzip der autarken, introvertierten Shopping-Mall verpflichtet sind, können auf internationaler Ebene wichtige Innovationen festgestellt werden, die einen grundsätzlich anderen Ansatz verfolgen. Sie sind urbanen Strategien verpflichtet und können durch offene Anordnungen, Passagen und Höfe stärker auf bestehende Stadtstrukturen eingehen. Es wird ein Konzept aufgezeigt, das die städtebauliche Integration innerstädtischer Einkaufszentren möglich macht: Verträgliche Größen im Austausch mit dem Bestand; Städtebauliche und architektonische Qualifizierung; Einbindung in die langfristigen Ziele der Stadtentwicklung. Besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang städtebaulichen Wettbewerben sowie kooperativen Planungsprozessen zu, die unter Beteiligung aller relevanten Gruppen alternative Lösungsmöglichkeiten ausloten.
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Journal
Die Gemeinde
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Nr. 12
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S. 508-510