Direkter Vergleich zwischen Passivhausstandard und EnEV-Bauweise. Wiesbaden Wohnungsgesellschaft mbH (GWW) gibt Startschuss für Modellversuch.

Hammonia
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Hammonia

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Hamburg

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0939-625X

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ZLB: 4-Zs 613
BBR: Z 143

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Abstract

Während Eigentümer von Bestandsgebäuden die Aufgabe lösen müssen, den Energieverbrauch ihrer Immobilien mit effizienten Maßnahmen zu senken, sehen sich Bauherren im Wohnungsneubau mit ganz eigenen Anforderungen konfrontiert. Denn nicht selten wird für ihre Bauprojekte der Passivhausstandard gefordert. So wurde in Frankfurt am Main der Beschluss gefasst, dass öffentliche Bauten nur noch im Passivhausstandard errichtet werden sollen und in Hamburg sollen ab 2012 nur noch solche Wohnungsbauprojekte öffentlich gefördert werden, die den Passivhausstandard erfüllen. Auch Freiburg im Breisgau und Leipzig haben vergleichbare (Selbst-)Verpflichtungen beschlossen. Ein Modellversuch der Wiesbaden Wohnungsgesellschaft mbH (GWW) soll Klarheit schaffen bei der Frage, ob und in welchem Umfang Energieeinsparungen bei einem Passivhaus höher ausfallen und ob der finanzielle Mehraufwand für ein solches Gebäude gerechtfertigt ist. Die verschiedentlich gemachten Erfahrungen aus der Praxis bestätigen zwar immer wieder, dass das Bauen im Passivhausstandard einen Mehraufwand gegenüber dem derzeit gültigen EnEV-2009-Standard mit sich bringt, doch über die Differenz besteht Uneinigkeit. Während im Allgemeinen die Mehrkosten bislang mit 15 Prozent beziffert wurden, kommt eine Auswertung von Daten zu 16 Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 372 Wohnungen im Passivhausstandard zu einem weitaus höheren Ergebnis. Die Kieler Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen ermittelte, dass ein Haus mit dem Passivhausstandard im Durchschnitt ein Drittel mehr als ein Haus in EnEV-2009-Standard kostet. Mit dem Wohnungsbauprojekt der GWW, das in dem Beitrag vorgestellt wird, soll eine Entscheidungsgrundlage für die zukünftigen Neubauprojekte geschaffen werden. Von den geplanten acht Mehrfamilienhäusern werden zwei Gebäude nach dem EnEV-2009-Standard und zwei weitere als Passivhaus errichtet. Das Besondere an dem Versuch ist, dass nur die Gebäude verglichen werden, die hinsichtlich ihrer Lage, den Abmessungen sowie Anzahl und Verteilung der Wohnungen identisch geplant sind. Für die übrigen vier Wohnhäuser des geplanten Wohnquartiers wird der Energieeffizienz-Standard 70 angestrebt.

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Die Wohnungswirtschaft

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Nr. 6

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S. 62-63

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