Die individuelle Mobilitätspraxis und Mobilitätskarrieren von Pedelec-Besitzern. Adaption und Appropriation von Elektrofahrrädern.

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Tübingen

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Eine Chance, diesen Blick in die Zukunft zu richten und den Wandel voranzutreiben sowie unsere Mobilität nachhaltiger zu gestalten, bietet eine neue technologische Entwicklung im Zweiradbereich: das Pedelec. Ziel der Arbeit ist es, auf Grundlage empirischer Analysen zum (Mobilitäts-)Handeln von Pedelecbesitzern Ansatzpunkte zu identifizieren, wie die Pedelecpraktik und ihre Diffusion unterstützt werden können. Im Laufe der empirisch-theoretischen Auseinandersetzungen wurden der Grounded Theory folgend zwei gegenstandsorientierte Modelle entwickelt: das Modell der individuellen Mobilitätspraxis (MiMP) und das Modell der Mobilitätskarrieren von Pedelecbesitzern (MoKa). Während das MoKa einen Rahmen für den prozessualen Ablauf der Herausbildung der Pedelecpraktik darstellt, bietet das zweite Modell, das MiMP, ein Gerüst zur Analyse der Elemente, die die Pedelecpraktik konfigurieren und charakterisieren. Basis des MiMP bilden praxistheoretische Grundannahmen, die um handlungstheoretische Ansätze erweitert wurden. Während der Arbeit konnten sowohl Adoptionsfenster als auch -risiken identifiziert werden, die wesentlich die Adoptionswahrscheinlichkeiten von Pedelecs und damit die Diffusion beeinflussen. Des Weiteren wird festgestellt, dass die Effekte des Pedelecs sich nicht nur auf das Mobilitätshandeln beschränken, sondern als Artefakt entfaltet die technologische Neuheit eine Wirkkraft, die darüber hinausgehend soziale Handlungs- und Alltagszusammenhänge verändert und Lebenswirklichkeiten beeinflusst. Generell zeigen die Ergebnisse, dass das Pedelec nicht nur auf individueller Ebene positive Effekte hervorruft, sondern auch auf kollektiver Ebene einen wichtigen Beitrag zur Erreichung vieler umwelt-, gesundheits- und verkehrspolitischer Ziele leisten kann. Eine Chance hat das Pedelec jedoch nur, wenn die Pedelecpraktik im Wettbewerb mit anderen Mobilitätspraktiken so komfortabel wie möglich durchführbar ist und die in der Arbeit identifizierten bestehenden Adoptionsrisiken minimiert werden.

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528 S., LVII

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