Soziales Leben, Gesundheit und Krankheit in Oberfranken um 1860 - nach den Physikatsberichten der Amtsärzte.

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München

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ZLB: 92/2954

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DI

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Abstract

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts - Bayern ist auf dem Wege in einen aufgeklärt-absoluten Staat - erfolgt 1802 in einer ersten Medizinalreform die Einteilung Bayerns in 50 Medizinalbezirke, besetzt mit akademisch promovierten Landgerichtsärzten, denen Aufsicht über das gesamte Heilpersonal, Medizinaleinrichtungen, Gesundheitspolizei und Seuchenbekämpfung sowie das Führen der Medizinalstatistiken übertragen wird. 1858 ergeht an die Landgerichtsärzte die Aufforderung, medizinische Topo- und Ethnographien zu erstellen, um erstmals Einflüsse der regionalen Umweltfaktoren auf die Gesundheit der Bevölkerung zu ermitteln, zu dokumentieren und zu systematisieren. Die Studie analysiert 34 oberfränkische "Physikatsberichte" zwischen 1860 und 1861. Erkenntnisse zu lebensräumlich-soziographischen Verhältnissen und der Eingebundenheit in traditionelle Glaubens- und Moralvorstellungen ermöglichen neben sozialgeschichtlichen Erkenntnissen besonders zeitkritische medizin-historische Einblicke. Der gesundheitspolitische Kontrollanspruch steht dem Mißtrauen "abergläubischer" Erfahrungsmedizin plastisch gegenüber. bek/difu

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166 S.

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