Anspruch und Realität von Ludwig Hoffmanns Kommunalarchitektur. 2. überarb. Aufl.

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Berlin

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Das zu Lebzeiten als "Geschmacksinsel" gefeierte und später als Konservativismus denunzierte Werk Ludwig Hoffmanns zeigt das Schicksal von Architektur, die als "historistisch" gebrandmarkt ist. Weil das Dogma der Moderne diese Architektur bis in die Gegenwart ästhetisch disqualifiziert, zeigt auch die Forschung nur geringes Interesse. Diesem Trend möchte die Arbeit opponieren, da die Beschäftigung mit Hoffmanns Bauten einen notwendigen Beitrag zur Erforschung der Genese des heutigen Berliner Stadtbildes zu leisten verspricht. Darüber hinaus ist die Analyse von Hoffmanns Architektur relevant, weil der Baumeister als Mitglied der städtischen Leistungsverwaltung arbeitete, deren vorrangiges Ziel es um 1900 war, die sozialen und politischen Probleme Berlins zu lösen. Der ordnungspolitische Zugriff spielte sich jedoch nicht nur im Rahmen abstrakter Verfügungen ab, sondern hinterließ eine Signatur in der Stadt, die er nach seinen Leitmotiven gestalten wollte. An kommunalen Bauprojekten lässt sich also nachzeichnen, wie die Gemeinde den urbanen Raum durchdrang und in ihm mittels Architektur zu einer visuellen Präsenz fand, die politischen Geltungsanspruch ebenso wie ordnende Funktion sinnfällig demonstrierte.

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95 S.

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