Pop-Up Planning After Disaster. Katastrophenbewältigung und Reformfähigkeit nach Hurrikan Katrina in New Orleans am Beispiel strategischer Stadtentwicklungsplanung.

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Im Zentrum der Arbeit steht die Frage, welche Bedingungen substanziell-materielle und strukturell-prozessuale lokale Reformfähigkeit forcieren oder blockieren. Substanziell-materiell bezieht sich hier auf eine Veränderung und/oder Neuentwicklung von Leitbildern, Zielen, Instrumenten, Programmen oder Projekten und strukturell-prozessual auf Verfahrensweisen oder Institutionalisierungen; jeweils in Bezug auf die Zeit vor einer Katastrophe. Dabei wurden theoretische Zugänge zur Katastrophenbewältigung und zur Reformfähigkeit herangezogen sowie Tendenzen der Stadtentwicklung von New Orleans vor und nach Hurrikan Katrina betrachtet. Methodisch wurde eine Einzelfallstudie untersucht und konkret der Prozess der Entwicklung von Planwerken zum Wiederaufbau und zur Neuentwicklung der Stadt New Orleans nach Hurrikan Katrina. In New Orleans fanden in Folge von Hurrikan Katrina fünf Planwerksprozesse statt. Alle Planwerke weisen retrospektiv einen strategischen Ansatz von unterschiedlicher Qualität und Reichweite auf. Im Rahmen der Prozesse wurden Formen von Veränderung und Neuerung in substanziell-materieller und vor allem in strukturell-prozessualer Hinsicht deutlich, die im Vergleich zu der Zeit vor Katrina in dieser Form nicht zugegen waren. Das Ergebnis zeigt Bedingungen lokaler Reformfähigkeit im Politikfeld der Stadtentwicklung im Rahmen längerfristiger Katastrophenbewältigung. Dabei wurde erstens grundsätzlich deutlich, dass Ansätze lokaler Reformfähigkeit eher erschwert als vollständig blockiert werden - trotz eines strukturellen Kontextes, der im Rahmen einer längerfristigen Katastrophenbewältigung Beharrlichkeit aufweist. Zweitens zeigten sich Nuancen in Bezug auf den Einfluss und die Mitwirkung überlokaler Akteure der politisch-administrativen und zivilgesellschaftlichen Ebene. Denn diese Mitwirkung stellt sich im Zusammenspiel mit lokalen Akteuren der Sphären Staat, Zivilgesellschaft und Markt als eine Bedingung von lokaler Reformfähigkeit heraus, wobei privatwirtschaftliche Akteure im Prozess der Planwerksentwicklung zunehmend weniger präsent waren. Das plötzliche "Auftauchen" überlokaler Akteure und ihrer Ressourcen wird hier als pop-up planning bezeichnet.

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713 S.

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