Städte im demografischen Wandel.
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DE
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Baden-Baden
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ZLB: Kws 6/15
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Abstract
Der Begriff demografischer Wandel ist ein Sammelbegriff, unter dem eine Vielzahl von verschiedenen Prozessen zusammengefasst wird (Entwicklung von Geburten und Sterbefällen, von Zuwanderung und Abwanderung, Umverteilung im Raum), die sich in ihren Ursachen, ihrer Dynamik, ihren Wirkungsrichtungen und ihrer Beeinflussbarkeit deutlich unterscheiden. Über den demografischen Wandel im Singular lässt sich daher kaum mehr sagen als dass er vielfältige und schwerwiegende Folgen hat und daher für öffentliche und private Akteure eine Herausforderung darstellt.
Die demografischen Prozesse und Strukturen sind Gegenstand der Bevölkerungsstatistik, ihre Analyse nach Entstehung und Wirkung Aufgaben der (soziologischen, ökonomischen etc.) Bevölkerungsforschung. Diese befasst sich auch mit weiteren sozialen Phänomenen, die einen Bezug zu den demografischen Prozessen aufweisen (Eheschließung/Scheidung, Familientypen, Haushaltsgrößen u. a. m.) und die im Folgenden als 'demografie-nah' teilweise berücksichtigt werden.
Demografische Merkmale(Größe, Dichte, Heterogenität) wurden früh zur Definition der Stadt herangetragen. Wird nach der Rolle der Städte im demografischen Wandel oder der Rolle des demografischen Wandels für die Stadtentwicklung gefragt, muss die Unschärfe des Stadtbegriffs berücksichtigt werden. Stadtforschung unterscheidet je nach disziplinärer Perspektive mindestens die "Stadt als Wirtschafts- und Lebensraum", die "Stadt als bauliches Ensemble" und die "Stadt als politische Gemeinde". Stadtgeschichte und Stadtgeografie haben beigetragen zum "bunten Bild" von der Unterschiedlichkeit der Städte in Raum und Zeit sowohl hinsichtlich der demografischen Phänomene (Großstadt/Kleinstadt, wachsend/schrumpfend etc.). Keine Aussage trifft für alle Städte gleichermaßen zu. Darstellungen müssen sich mit Mittelwerten, Bandbreiten, Typen oder Beispielen behelfen.
Der Beitrag konzentriert sich räumlich auf Deutschland und zeitlich auf Entwicklungen seit der deutschen Vereinigung 1990.
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159-170