Die Praxis des Verräumlichens. Eine soziologische Perspektive.

Leibniz-Institut für Länderkunde
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Leibniz-Institut für Länderkunde

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Leipzig

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0943-7142

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ZLB: Kws 165 ZB 2033

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Abstract

Mit dem Etikett "Praxistheorien" wird zurzeit ein Bündel unterschiedlichster sozialwissenschaftlicher Theorieperspektiven versehen, die allerdings einige Forschungsmotivationen teilen. Zu diesen gehören u.a. die Betonung von Routinen, die soziale Ordnung relativ stabil reproduzieren, ein Fokus auf das implizite Wissen, das in Körpern und Artefakten gespeichert ist, sowie die Frage nach Machtverhältnissen und Subjektivierungsweisen. Im Zentrum des Artikels steht das Anliegen, praxistheoretische Annahmen auf den Raum zu übertragen und diesen als "Verräumlichung" zu konzipieren. Dabei werden aus neomarxistischen (Lefebvre), strukturierungstheoretischen (Bourdieu; Giddens), poststrukturalistischen (Foucault; de Certeau; Butler) und netzwerktheoretischen (Deleuze u. Guattari, Akteur-Netzwerk-Theorie) Ansätzen die Positionen zu verräumlichender und verräumlichter Praxis herausgearbeitet. Diese Zusammenschau kann zukünftige Forschung für die eigene Begriffsbildung und für die Verwendung sozialwissenschaftlicher Theorien sensibilisieren. Zudem evozieren die hier skizzierten Vorstellungen eines Verräumlichungsprozesses auch ein neues Verständnis von Identität, die unter den Vorzeichen verteilter Handlungsträgerschaft relational statt essentiell, als Vielheit statt als Einheit denkbar wird.

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Europa regional

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Nr. 1-2

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S. 9-22

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