Preisgünstiger Wohnraum beginnt beim Bodenpreis. Sozialgerechte Bodennutzung in Münster.

Alternative Kommunalpolitik
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Alternative Kommunalpolitik

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DE

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Bielefeld

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0941-9225

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ZLB: Kws 740 ZB 6736
IRB: Z 1674
BBR: Z 555

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Abstract

Die nordrhein-westfälische Stadt Münster wächst seit mehreren Jahren und hat 2014 die Marke von 300.000 Einwohnern überschritten. Preisgünstigen Wohraum zu schaffen, ist deshalb derzeit Thema Nummer eins in Münster. Als Universitäts- und Verwaltungsstadt ist Münster in großem Maße eine Stadt der Einpersonenhaushalte, was zu einer überproportionalen Inanspruchnahme von Wohnflächen geführt hat. Die Folge sind steigende Bodenrichtwerte - nicht selten um 30 Prozent innerhalb von fünf Jahren - und damit verbundene Mietpreissteigerungen. Bereits 2013 wurden mit dem Handlungskonzept Wohnen wesentliche Bausteine für eine aktive Bauland- und Wohnungspolitik gelegt, die in dem Beitrag beschrieben werden. Neben der Mobilisierung von Standorten im Bestand (Innenverdichtung) sowie der Sicherung von preiswertem Wohnraum durch Sicherung von Preis- und Belegungsbindungen steht mit der 2014 beschlossenen Sozialgerechten Bodennutzung in Münster (SoBoMü) vor allem ein liegenschaftspolitischer Ansatz bei der Bereitstellung von Baulandflächen im Vordergrund. Es werden verstärkt Flächen im Außenbereich für den Wohnungsbau erworben und Maßnahmen zur Verhinderung von Bodenspekulationen ergriffen. Im Rahmen der Innenentwicklung soll als besondere kommunale Selbstverpflichtung bei Mehrfamilienhausbebauung 60 Prozent geförderter Wohnraum sein. Bei privaten Baulandentwicklungen im Innenbereich soll 30 Prozent förderfähiger Wohnraum entstehen. Städtische Grundstücke für die Bebauung mit Einfamilienhäusern werden nach besonderen Vergaberichtlinien angeboten: die preisreduzierten Grundstücke werden nach einer einkommensabhängigen Auswahl und sozialen Kriterien vergeben. Ein wesentlicher Erfolgfaktor der Wohnbaupolitik in Münster ist ein breit angelegter Dialogprozess mit allen am Wohnungsmarkt beteiligten Akteuren.

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AKP. Fachzeitschrift für Alternative Kommunalpolitik

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Nr. 4

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S. 38-39

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