Stadtgestalt(ung) unter Schrumpfungsbedingungen - auf der Suche nach der Gestalt der Europäischen Stadt, neuen Stadtbildern und begrifflicher Einordnung. Stadtgestalterische Aspekte im Kontext aktueller Zielvorstellungen zukünftiger Stadtentwicklung zwischen Perforation, Auflockerung und dem Erhalt einer kompakten Europäischen Stadt, gezeigt an Beispielen des IBA-Stadtumbau und der Stadt Görlitz.

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Kaiserslautern

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Zusammenfassung

Die Arbeit zeigt, dass Stadtgestaltungsplanung unter Schrumpfungsbedingungen sich inhaltlich kaum von bisherigen Stadtbildplanungen à la Michael Trieb oder Seog-Jeong Lee unterscheidet. Allerdings kommt der Teilbereichsplanung eine größere Bedeutung zu, um für Stadtteile mit unterschiedlichen Entwicklungsperspektiven stadträumliche Qualitäten zu erhalten oder auszubilden. Allgemein geht es bei der Gestaltungsaufgabe von Stadt um die Erhaltung, Erzeugung oder Weiterentwicklung eines identitätsstiftenden Stadtbildes, bei aller damit einhergehenden Vielfalt an Zielvorstellungen zwischen kompakter Europäischer Stadt und aufgelockerter Zwischenstadt. In der Stadtumbaupraxis wird meistens in einer dualen und stadtgestalterisch inkonsequenten Strategie der möglichst weitgehenden Erhaltung der historischen Stadtstrukturen bei gleichzeitiger Anerkennung der polyzentralen Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte gefolgt. Eine baulich geschlossene und kompakte Europäische Stadt kann nur bewahrt werden, wenn Lücken und Rückbau beschränkt oder gar unterbunden werden. Das bedeutet angesichts negativer Entwicklungsperspektiven gleichzeitig verstärkter Rückbau in den Bereichen der heutigen Zwischenstadt und die Akzeptanz entsprechend fragmentierten Stadtstrukturen, die zukünftig vor allem landschaftlich geprägt sein werden. Auch die Strategie des "sanften Stadtumbaus" kann diesbezüglich zu keinen befriedigenden Lösungen gelangen. Angesichts der Eingriffe in die Stadtstruktur und der drohenden Verfestigung bzw. räumlichen Vergrößerung der Zwischenstadt will die Arbeit als ein Plädoyer für eine Stadtentwicklung unter Schrumpfungsbedingungen als verstärkt stadtgestalterische städtebauliche Aufgabe verstanden werden.

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XIII, 404 S.

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