Regionalisierung von CO2-Emissionen aus Niedermooren. Teilprojekt Nachhaltige Moornutzung, TP 05.

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Müncheberg

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FO
EDOC

Abstract

Im ersten Schritt wurden CO2-Emissionen von unterschiedlichen Niedermoor-standorten im Berliner und Brandenburger Raum bestimmt. Dazu wurden ungestörte Torfproben aus folgenden Niedermooren entnommen und die CO2-Freisetzungsrate im Labor gemessen: Randow-Welse-Niederung, Bieselfließ, Hundekehlefenn und Lietzengraben-Niederung. Im zweiten Schritt konnten daraus mittels nichtlinearer Regressionsanalysen standortspezifische Freisetzungsfunktionen durch die unabhängigen Größen Tempera-tur und Wassergehalt beschrieben werden, welche in das numerische Simulationsmo-dell (HYDRUS 1D) integriert wurden. Diese Kopplung ermöglichte es, die Einflüsse von Klima, Landnutzung und Grundwasserstand auf die CO2-Emissionen über Simulations-fallstudien zu ermitteln. Im dritten Schritt wurden GIS-basierte Moormächtigkeitskarten für den Nieder-moorstandort Randow-Welse-Niederung erstellt. Hierfür wurde der Moorverlust aus Moormächtigkeitsangaben des Moorarchivs der Humboldt Universität Berlin (HUB) mit aktuellen Geländeaufnahmen von Moormächtigkeiten und Lagerungsdichten berechnet. Als Ergebnis wurden flächen-spezifische Abnahmen für unterschiedliche Moormächtigkeiten abgeleitet sowie ge-genwärtige Moormächtigkeitskarten für die Randow-Welse-Niederung erzeugt. Mit diesen Moormächtigkeitsdaten wurden CO2-Emissionen für verschiedene Nut-zungstypen berechnet und GIS-basiert auf die Fläche der Randow-Welse-Niederung an-gewendet. Aus den Messungen und Literaturdaten wurden allgemeine CO2-Freisetzungs-funktionen entwickelt, die mit Hilfe einfacher, leicht zur Verfügung stehender Flächendaten benutzt werden können, um CO2-Emissionen von Niedermooren ermitteln zu können. Als Ergebnis entstanden einfache Nomogramme für die Praxis; sie gelten für Klimabedingungen des nördlichen Mitteleuropas.

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VI, 59 S.

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ELaN Discussion Paper