Neoklassische Umweltökonomie auf Irrwegen. Eine exemplarische Untersuchung der neoklassischen Methode und ihrer geistesgeschichtlichen Hintergründe.

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Marburg

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BBR: A 13 011

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Abstract

Der Verf. beschäftigt sich kritisch mit der Fragestellung, welchen Beitrag die neoklassische Umweltökonomie zur Lösung konkreter Umweltprobleme leistet. Methodisch basiert die neoklassische Volkswirtschaftstheorie auf den zentralen Elementen der vereinfachenden Abstraktion und logisch-mathematischen Deduktion. Die Wurzeln dieser Theorieausrichtung liegen in überkommenen wissenschaftlichen und geistesgeschichtlichen Traditionen, die auch heute noch eine große Faszination ausüben. Sie konzentriert sich im wesentlichen auf begrifflich-axiomatische Analysen, wobei methodologische Ansätze aus den Naturwissenschaften nahezu identisch übertragen werden. Damit begibt sie sich jedoch in eine theoretische Sackgasse. Denn mit einem solchen Instrumentarium ist sie nicht in der Lage, tatsächliche wirtschaftliche Gegebenheiten, hier bezogen auf Umweltprobleme, zu beschreiben und einer Lösung näher zu führen, da sich diese einer solchen Betrachtungsweise entziehen. Als Ausweg plädiert der Verf. für eine größere Methodenvielfalt in der ökonomischen Theorie. Hohe Bedeutung mißt er dabei experimentellen empirischen Methoden und interdisziplinären historischen Untersuchungen bei. Das geeignete empirische Material ist vor allem aus historisch-statistischen Analysen zu gewinnen, der (neo)klassischen Volkswirtschaftslehre kommt hier nur die Funktion einer Hilfswissenschaft zu. - Ka.

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159 S.

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Ökonomische Essays; 4