Das Reiseerleben als Handlungsfeld der Angebotsgestaltung im öffentlichen Verkehr.

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DE

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Berlin

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ZLB: 2008/1952

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DI
EDOC

Zusammenfassung

Neuere Arbeiten aus der sozialwissenschaftlichen Mobilitätsforschung zeigen, dass Mobilität neben der reinen Ortsveränderung zahlreiche weitere Facetten aufweist und etwa psychologische, physiologische und soziale Bedürfnisse bedienen kann. Es ist bisher noch nicht gelungen, diese Erkenntnisse in den verkehrswissenschaftlichen Kontext zu überführen und etwa planerische Verfahren und Instrumente zu entwickeln, mit denen diese "emotionalen" Bedürfnisse berücksichtigt werden können. Im intermodalen Vergleich werden die Folgen dieses fehlenden Transfers besonders deutlich: Öffentliche Verkehrsangebote werden zu einem größeren Anteil im Voraus geplant und von den Verkehrsunternehmen für die Reisenden erstellt. Im MIV bestehen dagegen aus Sicht der Verkehrsteilnehmer deutlich mehr Möglichkeiten, die Fortbewegung selbst mit zu gestalten. Dadurch können auch viele "emotionale" Bedürfnisse besser angesprochen und befriedigt werden. Marktumfeld und organisatorischer Kontext des öffentlichen Verkehrs tragen ebenso zurVernachlässigung "weicher" Angebotsmerkmale bei. Die Arbeit zielt darauf, das Themenfeld "Reiseerleben" für die Verkehrsplanung allgemein und die Angebotsplanung im öffentlichen Verkehr im Besonderen zu erschließen. In einem Rückblick auf die neuere Mobilitätsforschung wird der bisherige Umgang mit dem "Reiseerleben" herausgearbeitet und Ansatzpunkte für ein Umdenken identifiziert. Der empirische Teil geht der Frage nach, wie das "Reiseerleben" zurzeit in Planung und Marketing öffentlicher Verkehrsangebote integriert wird. Anhand von Fallstudien werden Genese, planerische und betriebliche Randbedingungen, Nutzerreaktionen und sonstige Erfahrungen analysiert und übergreifende Schlussfolgerungen entwickelt. Abschließend erfolgt eine vergleichende Analyse der Fallstudien.

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253 S., Anh.

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