Jugendhilfe und Therapie: Effekte aus kombinierten Maßnahmen in der Gegenüberstellung mit Hilfen ohne Therapieangebot.
Vandenhoeck & Ruprecht
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Vandenhoeck & Ruprecht
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DE
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Göttingen
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0032-7034
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Abstract
Die Prävalenz psychischer Störungen liegt im Kindes- und Jugendalter bei 17 %. Im Vergleich dazu liegt die Rate in der Jugendhilfe deutlich höher: 60 bis 80 % der Kinder in teil- und vollstationären Erziehungshilfen erfüllen die Kriterien einer ICD-10-Diagnose. Obwohl wirksame psychotherapeutische Behandlungsverfahren vorliegen, erhält nur ein geringer Teil der betroffenen Kinder ein solches Angebot. Es wird geprüft, ob die Bereitstellung eines Therapieangebots die Wirksamkeit teilstationärer Erziehungshilfen verbessert. Zur Beantwortung der Frage wurde ein Vergleich mit Tagesgruppen in der Jugendhilfe vorgenommen. 89 Familien erhielten durchschnittlich zwei Jahre lang teilstationäre Jugendhilfe, 26 von ihnen wurden zusätzlich therapeutisch betreut (u. a. Trainings für die Kinder, Elterntraining). Um die Wirksamkeit der Kombination aus Jugendhilfe und Therapie zu überprüfen, wurden die indikationsbildenden Problembereiche zu Hilfebeginn und -ende erfasst und in einem Prä-Post-Vergleich gegenübergestellt. Auf Effektstärkenebene zeigten sich kleine Vorteile für die kombinierte Maßnahme. Am Ende der Jugendhilfemaßnahmen wies die Gruppe mit zusätzlicher therapeutischer Begleitung weniger Belastung durch Risikofaktoren auf. Kombinierte Maßnahmen erwiesen sich auch langfristig als überlegen; nur wenige Familien benötigten Anschlusshilfen. Insgesamt wurde für die Maßnahme mit zusätzlichem Therapieangebot eine bessere Wirksamkeit nachgewiesen, obwohl der Unterschied aufgrund der Wirksamkeit der Tagesgruppen nicht so deutlich ausfiel wie erwartet. (ZPID).
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Journal
Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie
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Nr. 3
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S. 224-238