Fachbericht Begriffsbestimmungen und religiöse Herleitung zur aktuellen Trauerkultur. Aus der Arbeit des AK "Friedhofs- und Bestattungskultur".

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Bonn

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ZLB: 4-2008/2526

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Abstract

Die Bestattungskultur wandelt sich zurzeit tief greifend. Mögliche Gründe hierfür sind der gesellschaftliche Wandel mit veränderten Familienstrukturen und hoher Mobilität oder die schwindende Bedeutung religiöser Normen und familiärer Traditionen, ein hohes Kostenbewusstsein sowie die Einkommensschere in der Bevölkerung. "Gebührenextensive" Bestattungs- und Beisetzungsformen verzeichnen hohe prozentuale Zuwächse zu Lasten individueller, personifizierter Gedenkstätten. Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Wandels in der Bestattungskultur, der Föderalistischen Strukturen in Deutschland mit Bestattungsgesetzen der Bundesländer und der Satzungshoheit der örtlichen Friedhofsträger hat sich eine Vielfalt unterschiedlicher Begrifflichkeiten gebildet. Die FLL leistet mit dem neuen Fachbericht den erforderlichen Beitrag zur Begriffsdefinition. Sie hat dabei den Sachverstand aller fachlich Beteiligten, der Friedhofsträger, der Friedhofsverwalter, der tätigen Gewerke sowie der Wissenschaft und Lehre einbezogen. Eingearbeitet ist ein umfangreiches Kapitel zur Trauerkultur der Weltreligionen. Diese bilden bewusst oder unbewusst die Basis für unsere vergangene, aktuelle und zukünftige Friedhofskultur. Dies gilt auch für nicht religiös orientierte Menschen. Überschneidungen, nicht nur zwischen den Religionen mit gleichem geschichtlichem Hintergrund, sind offensichtlich.

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64 S.

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