Wohnungsgenossenschaften und ihre Konzernstrukturen. Eine Analyse aus institutionenökonomischer Sicht.

Regensberg
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Münster

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ZLB: 99/752

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Abstract

Nach einer langen Zeit der Vernachlässigung finden Wohnungsgenossenschaften zur Zeit wieder stärkere Beachtung in Wissenschaft, Politik und Praxis. Verantwortlich dafür sind zwei Ereignisse Anfang der neunziger Jahre, die den Gestaltungsspielraum der Wohnungsgenossenschaften wesentlich erweitert haben: Die Abschaffung des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes (WGG) und die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten. In dieser Phase der Neuorientierung nutzen viele Wohnungsgenossenschaften neue Marktchancen und erschließen zusätzliche Geschäftsfelder. Damit ist häufig erhebliches Unternehmenswachstum und die Bildung von Konzernstrukturen verbunden. Vor diesem Hintergrund werden zwei Forschungsansätze verfolgt: Als erstes wird untersucht, wo die komparativen Vorteile von Wohnungsgenossenschaften gegenüber anderen Organisationsformen liegen. Die Wohnungsgenossenschaft wird aus institutionenökonomischer Sicht als hybride Koordinationsstruktur interpretiert, die Vorteile sowohl der marktlichen Beziehung zwischen Mieter und Vermieter als auch des Eigentums an einer Wohnung in sich vereinigt. Darüber hinaus wird geprüft, wie sich die aktuelle Entwicklung der Wohnungsgenossenschaften auf ihre genossenschaftlichen Eigenheiten auswirkt. Es stellt sich heraus, daß die Funktionsfähigkeit der genossenschaftlichen Rechts- und Organisationsform durch das Unternehmenswachstum und die Bildung von Konzernstrukturen eingeschränkt wird. Die theoretischen Ausführungen der Arbeit werden durch drei Fallstudien um Erfahrungen aus der Praxis ergänzt. difu

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XIX, 360 S.

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Kooperations- und genossenschaftswissenschaftliche Beiträge; 41