Zur Entwicklung der Binnenwanderung im geeinten Deutschland: zwischen alten Siedlungsstrukturen und neuen Rahmenbedingungen.

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DE

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Bonn

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0303-2493

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BBR: Z 703
ZLB: Zs 2548
IRB: Z 885
IFL: Z 73

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Abstract

Die künftigen Wanderungsbewegungen in Deutschland unterscheiden sich deutlich in alten und neuen Bundesländern. In den alten Bundesländern wird auch künftig ein wachsender Bevölkerungsanteil in den großen Ballungsgebieten und in den mittleren Agglomerationen zu leben suchen. Da diese in ihren Kernen weitgehend ausgebaut sind, werden ausreichende Wohnsitze nur an den Rändern und in den weiteren Einflußfeldern - und zwar vorwiegend in kleineren Gemeinden - zu schaffen sein. Zudem dürften künftig wieder diejenigen Ballungsgebiete stärker zum Zuge kommen, in denen die schwerindustriellen Produktionsstätten inzwischen zurückgebaut wurden. Die Wanderungen gehen weiterhin vorwiegend über kurze Distanzen; Fernwanderungen sind selten. Bildungswanderungen werden abnehmen, Ruhestandswanderungen dagegen dürften zunehmen. In den neuen Bundesländern werden die Wanderungsbewegungen von einer verstärkten Nord-Süd-Wanderung geprägt sein, darüber hinaus vom Ausbau der Agglomerationsränder und -felder. Die Wanderungsbewegung aus den neuen in die alten Bundesländer wird anhalten, aber mit Erschöpfung der Qualifikationspotentiale und der Erholung der Wirtschaft versiegen. Demgegenüber wird sich eine wachsende West-Ost-Wanderung entwickeln, die den Erholungsprozeß in den neuen Bundesländern stimulieren und ihm nutzen wird. - (n.Verf.)

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Nr.9/10

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S.737-744

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