Südtirol: Wirtschaftliche Entwicklung und Herausforderungen einer „ländlichen" Boom-Region.

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Göttingen

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ZLB: Kws 175/222

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Abstract

Südtirol, Italiens nördlichste Provinz, gilt sowohl allgemein als auch wissenschaftlichen Kontext als regionalökonomisches Erfolgsmodell. Der Beitrag analysiert zunächst die wirtschaftliche Entwicklung dieser alpinen Region unter Nutzung regionalanalytischer Indikatoren und Methoden. Daraufhin wird der Frage nachgegangen, welche spezifischen Erfolgsfaktoren die ungemein positive Entwicklung der Provinz forciert haben. Diesen günstigen Ausgangsbedingungen werden im Anschluss einige zentrale Herausforderungen gegenübergestellt, mit denen sich die Südtiroler Regionalwirtschaft konfrontiert sieht. Tatsächlich erzielt Südtirol sowohl in Bezug auf die wirtschaftliche Leistung als auch die langfristige Branchenentwicklung weit überdurchschnittliche Werte. Als Initialzündung des erfolgreichen Weges der Provinz wird der touristische Boom in den 1950er Jahren identifiziert, der maßgeblich mit der Nachfrageentwicklung im Ausland - insbesondere Deutschland - verbunden ist. Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor ist die politische und finanzielle Autonomie Südtirols. Als aktuelle und zukünftige Probleme kristallisieren sich insbesondere neben nach wie vor bestehenden regionalen Disparitäten innerhalb der Provinz, die Flächenknappheit und die damit verbundenen Raumnutzungskonflikte heraus.

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115-156

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Göttinger geographische Abhandlungen; 122