Die Belastung des Rheins und ihre Auswirkungen auf die Deutsche Bucht.

Buchwald, Konrad
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1988

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SEBI: 88/6203-4

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Zusammenfassung

Obwohl in den letzten zehn Jahren graduell für einige Substanzen die Schadstoffbelastung verringert wurde, sind die verbleibenden Frachten um ein Vielfaches zu hoch. Bei der Bewertung der Belastung ist Maßstab die Trinkwasserversorgung, nicht aber das Ökosystem Rhein sowie die Auswirkungen auf die Nordsee. Maßstab für eine noch tolerierbare Belastung müßte aber vor allem die weitere Funktionstüchtigkeit der Nordsee sein. Im Wattenmeer bleibt mehr an Schadstoffen zurück, als bei Ebbe ausgeschwemmt wird. Die Erneuerungszeiträume, d.h. die Verweilzeiten der Schadstoffe im Wattenmeer, betragen 36 Monate! Daher ist die Anreicherung in den Sedimenten und Organismen mit den entsprechenden Folgen nicht verwunderlich. Vor allem die Kausalkette des Eutrophierungsprozesses im Rhein und in der Nordsee zeigt, daß die Belastungsgrenzen überschritten sind. Die Phase der chronischen Belastungen ist bereits von akuten Störungsprozessen abgelöst worden. Die hochtoxischen, nicht abbaubaren oder nur in langen Zeiträumen abbaubaren Stoffe lagern sich in millionenfacher Anreicherung in den Organismen an. Ein baldiger Zusammenbruch der Ökosysteme Wattenmeer und Nordsee ist zu befürchten. Daher sind Produktionsumstellungen der Industrie unumgänglich; die Abfallbeseitigung ist neu zu regeln. Statt beliebige Grenzwerte festzusetzen, muß der Eintrag von Schadstoffen vermindert werden, vor allem muß rasch gehandelt werden. difu

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In: Eingriffe in Natur und Landschaft.Vorsorge und Ausgleich.Hrsg.: Deutscher Rat für Landespflege., Bonn:(1988), S. 376-384, Abb.; Tab.; Lit.

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Schriftenreihe des Deutschen Rates für Landespflege; 55

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