Zirkuläre und temporäre Migration. Empirische Erkenntnisse, politische Praxis und zukünftige Optionen in Deutschland. Studie der deutschen Kontaktstelle für das Europäische Migrationsnetzwerk (EMN).

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DE

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Nürnberg

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1865-4770

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ZLB: Kws 23/1

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Abstract

Die Studie beschäftigt sich mit zirkulären und temporären Formen der Migration. Über 10 Prozent der in Deutschland lebenden Ausländer aus Staaten, die nicht der EU angehören, können als zirkuläre Migranten betrachtet werden. Die Studie liefert Definitionen, statistische Daten und einen Überblick zu den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Daten des Ausländerzentralregisters belegen, dass 10,7 Prozent der Drittstaatsangehörigen bereits mindestens einmal aus Deutschland fortgezogen und danach erneut zugewandert sind. Dabei weisen Arbeitsmigranten häufiger ein solches Migrationsmuster auf als Personen, die z.B. aus familiären oder humanitären Gründen nach Deutschland gekommen sind. Zirkuläre Wanderungsformen finden also statt, werden bislang jedoch allenfalls indirekt gefördert. Im Hinblick auf temporäre Aufenthalte zur Ausbildung oder zu Erwerbszwecken verfügt Deutschland über bewährte Instrumentarien und Rechtsgrundlagen. So kommen z.B. regelmäßig Werkvertrags- und Gastarbeitnehmer, aber auch Haushaltshilfen, Schausteller, Spezialitätenköche oder Studenten für vorab begrenzte Zeiträume nach Deutschland. Die bedeutsamste Kategorie temporärer Migranten sind Saisonarbeitnehmer. Die Schaffung von Anreizen für zirkuläre Migration erfordert keine komplette Neuausrichtung des Rechts. Im Hinblick auf politische Gestaltungsoptionen müsste indes geklärt werden, welchen Interessen die Ermöglichung zirkulärer und temporärer Migration hauptsächlich dienen soll - arbeitsmarktpolitischen, entwicklungspolitischen oder dem Interesse der Migrationskontrolle.

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74 S.

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Working Paper; 35