Richard Brademann (1884-1965). Architekt der Berliner S-Bahn.

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Berlin

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ZLB: 2003/2482-4

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Richard Brademann ist der Architekt der Berliner S-Bahn: Unter diesem Begriff fasste die Deutsche Reichsbahn ab 1930 die Berliner Stadt-, Ring- und Vorortbahnen zusammen. Vorausgegangen war die Umstellung der Strecken von Dampfbetrieb auf elektrischen Betrieb, die so genannte "Große Elektrisierung" der Jahre 1927 bis 1929. Sämtliche in diesem Zusammenhang errichteten Stromversorgungsbauten, Empfangsgebäude und Stellwerke entstanden nach Brademanns architektonischen Entwürfen. Auch in den dreißiger Jahren war er Hausarchitekt der Reichsbahndirektion Berlin. So sind mit seinem Namen die Hochbauten für die elektrifizierte Wannseebahn oder die unterirdischen S-Bahnhöfe Oranienburger Straße, Unter den Linden, Potsdamer Platz und Anhalter Bahnhof der 1934 bis 1939 angelegten Nordsüd-S-Bahn verbunden. Brademanns Backsteinbauten verliehen dem Modernitätsschub Berlins ein markantes städtebauliches Gesicht und trugen maßgeblich zu einem charakteristischen Erscheinungsbild der Berliner S-Bahn bei, die bis zum Zweiten Weltkrieg eines der weltweit modernsten Nahverkehrssysteme war. difu

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231 S.

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