Umweltgerechtigkeit durch Healing Architecture. Ein Beitrag zum gesundheitsorientierten Planen und Bauen in mehrfach belasteten Gebieten.
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DE
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Berlin
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ZLB: Kws 250,6/28:2017/18
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EDOC
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Abstract
Wie sehr die gebaute Umgebung krank machen kann, konnte für den innerstädtischen Bereich Berlins mittels der sozialraumbezogenen Umweltbelastungsanalyse eindrücklich gezeigt werden. Ein Kernproblem ist der Stress, der beispielsweise durch Lärm und Feinstaub, mangelnde Grünversorgung, Hitze und Lichtverschmutzung entsteht. Soziale Problematik und schlechte Gestaltung verstärken die Belastungen. Der Zusammenhang von niedrigem sozialem Status und erhöhten Mehrfachbelastungen konnte nachgewiesen werden. Hinzukommen die anstehenden Klimaveränderungen, die bereits jetzt thermische Belastungen und extreme Starkregenereignisse mit sich bringen. Auf die Klimaveränderungen, die eine zusätzliche Belastung für die vulnerablen Stadtteile im Innenstadtbereich darstellen, muss nun dringend mit Nutzungsbeschränkungen und Nutzungsaufwertungen vorausplanend reagiert werden. Lärmschutz und Luftreinhaltung müssen verbessert werden. Vielfältige Maßnahmen und Kooperationen aus unterschiedlichen Fachressorts und Disziplinen werden notwendig sein, um die Lebensqualität zu steigern. Der Beitrag stellt ein weiteres Handlungsfeld vor, mit dem man auf die genannten unterschiedlichen Belastungen reagieren kann und sollte: Die psychologische Dimension der Wirkungsästhetik, zu der vielfältige Erkenntnisse etwa aus Umweltpsychologie und phänomenologischer Raumforschung vorliegen, wurde bisher wenig oder auch gar nicht berücksichtigt, könnte aber helfen, städtische Mehrfachbelastungen zu mildern und zu mindern.
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S. 108-112