Gemeinwohl und Nachhaltigkeit - ein prekäres Verhältnis.

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Berlin

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ZLB: 4-2003/1022

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Abstract

Gemeinwohl und Nachhaltige Entwicklung sind beides vage und umstrittene (regulative) Ideen. Sie stehen trotz etlicher Gemeinsamkeiten in einem eigentümlichen Spannungsverhältnis zueinander, das prinzipiell produktiv für die normative und politisch-praktische Weiterentwicklung beider Ideen bzw. Konzepte sein könnte. In dem Beitrag werden, nach einem kurzen entwicklungsgeschichtlichen Rückblick, die wesentlichen Differenzen beider Konzepte herausgearbeitet und Möglichkeiten ihrer Überbrückung oder Auflösung diskutiert. Im Ergebnis wird eine Beziehung der wechselseitigen Ergänzung vorgeschlagen, in der das mehr am Hier und Jetzt orientierte Gemeinwohl mit der das Dort und Später betonenden Nachhaltigkeitsidee in der Reibung aneinander zu politisch realisierbaren Strategien führen, die der Globalisierung politischer, ökonomischer und sozialer Interaktionen und Interdependenzen Rechnung tragen. Das Fazit des Räsonnements lautet, dass eine regulative Doppelidee unumgänglich ist, da es unter den gegenwärtigen globalen Entwicklungstrends kein Gemeinwohl ohne Nachhaltigkeit, aber auch keine Nachhaltigkeit ohne Gemeinwohl geben könne. difu

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37 S.

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Papers; FS II 02-303