Einfluss des Abstands zwischen Windenergieanlagen und Wohnbauflächen auf das Potenzial der Windenergie an Land. Ergebnisse einer Sensitivitätsanalyse auf Grundlage der UBA-Studie "Potenzial der Windenergie an Land".

Salecker, Hanno/Lütkehus, Insa
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Datum

2014

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Herausgeber

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Dessau-Roßlau

Sprache

ISSN

1862-4804

ZDB-ID

Standort

Dokumenttyp (zusätzl.)

FO
EDOC

Zusammenfassung

Das Leistungs- und Ertragspotenzial der Windenergie an Land hängt maßgeblich davon ab, wie hoch der Abstand zwischen Windenergieanlagen und Wohnbauflächen ausfällt. Dies verdeutlicht die vorliegende Sensitivitätsanalyse des Umweltbundesamtes. Während das bundesweite Leistungspotenzial bei einem Abstand von 600 m zwischen Windenergieanlagen und Wohnbauflächen 1.188 Gigawatt (GW) beträgt, verbleibt bei einem Abstand von 2.000 m lediglich ein Potenzial in Höhe von 36 GW. Vor dem Hintergrund, dass die im Einzelfall zu betrachtenden Belange, wie zum Beispiel der besondere Artenschutz, hierbei noch nicht berücksichtigt sind, ist dies kaum nennenswert. Eine Erhöhung des Abstands wirkt sich in den Bundesländern unterschiedlich auf das Leistung - und Ertragspotenzial aus. Das hängt von der Besiedlungsdichte und -struktur des Bundeslandes ab. In dünn besiedelten Flächenländern, vor allem im Osten Deutschlands, verringert sich das Potenzial bei höheren Abständen in geringerem Ausmaß, als in Bundesländern mit einer hohen Bevölkerungsdichte bzw. vielen Splittersiedlungen im ländlichen Raum wie in Schleswig-Holstein und den südlichen Bundesländern. Infolge dessen verbleiben bei höheren Abständen zu Wohnbauflächen vor allem Standorte mit einer mittleren Standortqualität, wohingegen die besonders guten und sehr schlechten Standorte wegfallen. Hohe Mindestabstände zwischen Windenergieanlagen und Wohnbebauung können Konflikte mit anderen Belangen verschärfen - zum Beispiel mit dem Natur - und Landschaftsschutz. Sie verringern daher den Spielraum, die Windenergie an Land unter natur- und landschaftsverträglichen Gesichtspunkten auszubauen, und erschweren es, der Windenergie auf regionaler oder kommunaler Ebene substanziell Raum zu verschaffen. Mindestabstände sollten die Fläche, die potenziell für die Windenergienutzung zur Verfügung steht, daher nicht unverhältnismäßig einschränken, um auf regionaler und kommunaler Ebene eine sachgerechte Abwägung zu ermöglichen und die Ausbauziele des Bundes nicht in Frage zu stellen.

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Schlagwörter

Zeitschrift

Ausgabe

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

14 S.

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Stichwörter

Serie/Report Nr.

Texte; 73/2014

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