Initiativen in Leipzig, Frankfurt, Oldenburg und Münster sagen illegalen Graffiti den Kampf an. Schluss mit Schmierereien.

Böger, Heidrun
Hammonia
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Datum

2010

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Herausgeber

Hammonia

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Hamburg

Sprache

ISSN

0939-625X

ZDB-ID

Standort

ZLB: 4-Zs 613
BBR: Z 143

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Viele Wohnungsunternehmen haben mit illegalen Graffiti an Hauswänden zu kämpfen. Der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) entsteht beispielsweise ein Schaden von jährlich weit über 100.000 Euro. Deshalb sucht die LWB nach neuen Lösungen, indem sie Jugendliche legal sprayen lässt. Projekte dieser Art gibt es auch anderswo, wie beispielsweise in Oldenburg und Münster. Die Verantwortlichen haben hier positive Erfahrungen gemacht. In dem Beitrag wird über die Erfahrungen mit legalen Graffiti berichtet. Die LWB in Leipzig stellt seit Ende der 1990er Jahre immer wieder Flächen an Häusern zur Verfügung. Das neueste Projekt ist ein Workshop, bei dem interessierten Jugendlichen Spraydosen und Platten zur Verfügung gestellt wurden. Als Ergebnis des Wokshops hängen die Platten seit März 2010 an Häusern, die in keinem guten Zustand sind und deren Sanierung nicht unmittelbar bevorsteht. In Oldenburg, wo es schätzungsweise 60 bis 70 aktive Sprayer gibt, hat sich der Aktionskreis Graffiti-Kultur Oldenburg gegründet. Er setzt sich zusammen aus Vertretern städtischer Einrichtungen, freien Trägern, aktiven Künstlern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Ziel des Aktionskreises ist es, triste, ungenutzte Wände und Fassaden für Graffiti-Kunst zu akquirieren. Als erstes Projekt wurde eine Turnhalle zum Besprühen freigegeben. Sowohl bei den Sprayern und als auch bei den Anwohnern fand das Projekt eine positive Resonanz und es gibt weniger illegale Graffiti in Oldenburg. In Münster wurde 2001 eine Ordnungspartnerschaft Graffiti gegründet. Partner sind unter anderem das Amt für Grünflächen und Umwelt, die Polizei, das Ordnungsamt, die Staatsanwaltschaft und Wohnungsgesellschaften. Neben einem Maßnahmenpaket gegen illegale Graffiti stellt die Stadt legale Flächen zur Verfügung. Vor 2001 gab es in Münster jährlich etwa 1.300 Graffiti-Fälle in Münster, heute sind es etwa 870 im Jahr. In Frankfurt/Main dagegen werden Aktionen wie in Leipzig, Oldenburg und Münster eher kritisch gesehen. Es wird befürchtet, dass dadurch unerfahrene Jugendliche eher in die illegale Szene abrutschen können. Daher geht die Stadt eher rigoros gegen illegale Graffiti vor. Ein städtischer Mitarbeiter ist neben Vertretern von Wohnungsbaugesellschaften und Verkehrsgesellschaften beim polizeilichen Arbeitskreis dabei, der die Maßnahmen gegen illegale Schmierereien koordiniert.

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Schlagwörter

Zeitschrift

Die Wohnungswirtschaft

Ausgabe

Nr. 12

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

S. 58-59

Zitierform

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Stichwörter

Serie/Report Nr.

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