COVID-19 an den Grenzen. Kritische Anmerkungen zu kartografischen Darstellungen der Pandemie.
Steiner
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Steiner
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DE
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Stuttgart
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0303-2493
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187730-6
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ZLB: Kws 155 ZB 6802:2021,2
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Abstract
Viren kennen keine Grenzen. Dennoch sind Grenzschließungen und -kontrollen in der aktuellen Pandemie eher die Regel. Das könnte auch an populären kartografischen Darstellungen liegen, die eine gesundheitspolitische Orientierung an Grenzen nahelegen. Raumvorstellungen sind geprägt durch die
Ideen von territorialen Grenzen und in sich geschlossenen
räumlichen Gebieten. In der letzten Globalisierungsphase,
die in den 1970er-Jahren begann, haben viele nationalstaatliche
Grenzen an Bedeutung verloren. Schon seit den
2010er-Jahren - und nicht erst seit der COVID-19-Pandemie
- lässt sich aber eine Rückkehr der Bedeutung von Grenzen
beobachten. Wie bei so viele aktuellen Entwicklungen
scheint auch hier die Pandemie beschleunigend zu wirken.
Ein neues und weit über Gesundheitsfragen hinausgehendes
globales Grenzregime halten Expertinnen und Experten
zumindest wieder für möglich. Arbeiten aus dem Umfeld der humangeografischen Border
Studies haben in den letzten Jahrzehnten gezeigt, welche
gesellschaftlichen und humanitären Probleme Grenzen hervorbringen
können. Eine kritische Auseinandersetzung
mit dem pandemischen Re-Bordering, inklusive
der unterschiedlichen Ursachen und Auswirkungen,
ist daher dringend notwendig.
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60-67