Soziale Aufgaben in der Wohlfahrtsstadt. Ernährungs-, Fürsorge- und Wohnungspolitik in München 1910-1933. 2 Bde.

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München

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ZLB: 97/797-1.2.-4

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Abstract

Mit der Sozialgesetzgebung schuf Bismarck zumindest einen Anfang für eine organisierte Wohlfahrtsfürsorge, die mit der Verelendung der Massen in den durch die Industrialisierung völlig überforderten Großstädten wie München am Anfang des 20. Jahrhunderts konfrontiert wurde. Der erweiterte Aufgabenbereich, der sowohl die wohnungspolitischen als auch die ernährungspolitischen Aspekte der Wohlfahrt betraf, ergabsich aus Wohnungsknappheit, grassierenden "Arme-Leute- Krankheiten" (z.B. Tbc) und einer explodierenden Kleinkriminalität. Der Autor weist anfangs auf den Aufbau und die Personalressourcen der Wohlfahrtsämter hin, die sich erst mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 bewähren mußten. Schwerpunkt ist die Arbeit der Ämter unter Kriegsbedingungen. In einer historischen Querschnittsanalyse untersucht der Autor die Leistungsfähigkeit in der Lebensmittelversorgung, in der Fürsorge für die Kriegskrüppel, die Tätigkeit während der Inflation und der Weltwirtschaftskrise bis zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. Neben den kommunalpolitischen Aktivitäten finden auch Funktion und Ideologie der Wohlfahrtsverbände, z.B. der katholischen Caritas, Berücksichtigung. mabo/difu

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694 S.

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