Multilokale Lebensführung und räumliche Entwicklungen.

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Hannover

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1611-9983

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Abstract

Das Papier beschäftigt sich mit einem aktuellen gesellschaftlichen Phänomen: das multilokale Wohnen, d. h. das alternierende Wohnen an mehreren Orten. Multilokale Lebensformen beziehen mehrere, z. T. weit voneinander entfernte Wohnstandorte in den Lebensalltag von Menschen bzw. sozialen Gruppen ein und erweitern so deren Möglichkeits- bzw. Handlungsraum. Dadurch werden die Anforderungen an die Gestaltung des Alltagslebens komplexer und es wachsen die raumzeitlichen Koordinations-und Synchronisationsbedarfe. Zugleich nimmt der Zeitanteil des Lebens in den (Transitions-) Räumen zwischen den Wohnstandorten zu. Beweggründe für multilokales Leben können beispielsweise bessere Erwerbsaussichten (Professionalisierung der Arbeitswelt, wachsende Erwerbstätigkeit von Frauen) oder Bildungschancen, persönliche Kontakte, Freizeitwohnsitze und Beziehungen zu (Kultur-)Landschaften sein. Gefragt wird: Welche spezifischen Wohn- und Mobilitätsbedürfnisse haben Multilokale? Welche Folgen hat multilokale Lebensführung für Kommunen und Regionen in Entleerungs- und in Zuwanderungsregionen? Welche infrastrukturellen Folgen, fiskalischen Effekte und Auswirkungen auf das zivilgesellschaftliche Engagement hat multilokale Lebensführung?

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23 S.

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Positionspapier aus der ARL; 104