Das Leitbild "Klimaneutrale Stadt". Wunsch und Wirklichkeit.

Mönninghoff, Hans
Alternative Kommunalpolitik
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Datum

2011

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Herausgeber

Alternative Kommunalpolitik

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Bielefeld

Sprache

ISSN

0941-9225

ZDB-ID

Standort

ZLB: 4-Zs 3327
IRB: Z 1674
BBR: Z 555

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Um dem Leitbild der klimaneutralen Stadt gerecht zu werden, wurden erstmalig für einen städtischen Ballungsraum in Deutschland der gesamte Energiebedarf der Stadt Hannover in den Bereichen Wärme und Verkehr sowie Industrie und Gewerbe bis zum Jahr 2050 analysiert. Es wurde untersucht, wie viel erneuerbare Energie für Hannover langfristig ohne neue Umweltprobleme zur Verfügung steht und wie viel Energie voraussichtlich bei maximalen Energieeinsparmaßnahmen benötigt wird. Außerdem wurde die Frage gestellt, ob das absehbare Angebot und die voraussichtliche Nachfrage unter den Rahmenbedingungen eines städtischen Ballungsraums und einer nicht unerheblich am Export orientierten Wirtschaftsstruktur, sowie einer stabilen Bevölkerungsstruktur und eines auch zukünftig angestrebten Wohlstands zusammenpassen. In dem Beitrag sind die Ergebnisse der Analyse zusammengefasst dargestellt: Im Stadtgebiet ist die Solarenergie von zentraler Bedeutung, denn hier gibt es 32 Millionen Quadratmeter Dachfläche, von denen zirka 7 Millionen energetisch genutzt werden können. Darüber hinaus steht Energiegewinnung aus Holz und landwirtschaftlichen Reststoffen, aus Wasserkraft, aus Erdwärme und aus der Abfallverbrennung zur Verfügung. Die Region Hannover ist schon heute die am dichtesten mit Windkraftanlagen bestückte Region außerhalb des Küstenbereichs. Mit zirka 240 Anlagen ist eine Obergrenze erreicht, durch Repowering der Anlagen kann die Energieausbeute jedoch erheblich gesteigert werden. Um die Klimaziele erreichen zu können, muss der Energieverbrauch in Hannover um 70 Prozent reduziert werden. Zur Abschätzung, ob das unter den konkreten Rahmenbedingungen möglich ist, wurden relevante Studien analysiert. Herunter gebrochen auf die Stadt Hannover wurden Einsparpotenziale im Bereich Elektroanwendungen von 44 Prozent, im Bereich Verkehr von 64 Prozent und im Bereich Gebäudeheizungen und Prozesswärme von 79 Prozent ermittelt. Voraussetzung sind energetische Sanierungen im Gebäudebestand sowie ein verändertes Verbraucherverhalten. Dafür sind wesentlich schärfere Rahmenvorgaben und finanzielle Anreizsysteme seitens der Bundesregierung sowie der Europäischen Union (EU) nötig.

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Schlagwörter

Zeitschrift

AKP. Fachzeitschrift für Alternative Kommunalpolitik

Ausgabe

Nr. 5

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

S. 24-26

Zitierform

Stichwörter

Serie/Report Nr.

Sammlungen