Hausen statt Wohnen. Von der Hartnäckigkeit gesellschaftlicher Wertvorstellungen in wechselnden Leitbildern - Vorschlag für einen Blickwechsel.

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Kassel

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DI
EDOC

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Abstract

Neue Leitbilder bedeuten nicht automatisch neue Qualitäten. Diesem Phänomen geht die Arbeit anhand städtebaulicher Leitbilder und daraus erfolgten Siedlungsentwürfen seit den 1920er Jahren nach. Die Begriffe "Hausen" und "Wohnen" werden genutzt, unterschiedliche Beurteilungsstränge der Arbeit darzulegen. Die Hartnäckigkeit, mit der "Wohnen" immer wieder neu in Szene gesetzt wird, wird ersichtlich in der Beschreibung verschiedener städtebaulicher Leitbilder. Egal ob modern, organisch, autogerecht, urban, nachhaltig oder frauengerecht - deutlich wird, dass mit dem "Wohnen" zugleich monolithische und spezialisierte Siedlungsorganisationen beabsichtigt und gebaut werden. Anhand wesentlicher Prinzipien von Erschließung, Parzellierung und Bebauung wird ausgeführt, welche Formen Voraussetzungen dafür bieten, dass viele verschiedene ökonomische und soziale Lebensweisen darin eingerichtet werden können. In einem theoretischen Anhang werden einzelne Themenschwerpunkte vertieft. Vorgestellt wird darin auch, wie Genderund Diversity sinnvoll für die Freiraumplanung nutzbar gemacht werden kann.

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206 S.

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Notizbuch der Kasseler Schule; 74