Energieeffizienz darf kein Luxus sein. Trier geht neue Wege gegen Energiearmut.
Alternative Kommunalpolitik
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Alternative Kommunalpolitik
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DE
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Bielefeld
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0941-9225
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ZLB: Kws 740 ZB 6736
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Abstract
Wer jeden Cent zwei Mal umdrehen muss, den treffen steigende Energiepreise besonders existentiell. Bei den Trierer Stadtwerken mussten in den vergangenen Jahren eine Reihe von Mahnungen wegen nicht bezahlter Stromrechnungen an private Haushalte verschickt werden. Im Jahr 2016 wurde etwa 500 Mal Haushalten der Strom abgeschaltet. Außerdem haben die Stadtwerke in zirka 750 Wohnungen Zähler installiert, die Strom nur gegen bar bezahlte Chips freigeben. Diese Energiearmut betrifft insbesondere ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder Langzeitarbeitslose. Diese Bevölkerungsgruppen verbrauchen in ihren Wohnungen mehr Energie als Vollzeit-Beschäftigte, die nicht den ganzen Tag in ihrer Wohnung verbringen. Zudem benötigen sie häufig alters- oder krankheitsbedingt höhere Zimmertemperaturen. Im Juni 2017 wurde in Trier im Rahmen des Bündnisses "Aktiv gegen Armut" der bundesweit erste Lenkungskreis gegen Energiearmut gegründet, der in dem Beitrag vorgestellt wird. Gemeinsam mit dem städtischen Sozial- und Wohnungsamt und anderen Akteuren sowie der regionalen Energieagentur, den Stadtwerken und ersten Unternehmen der Wohnungswirtschaft will der neue Lenkungskreis einerseits bereits vorhandene Angebote bündeln und Lösungen erarbeiten, um künftige Energiearmut auch strukturell zu vermeiden, und andererseits durch praxiserprobte Beispiele die regionale Wohnungs- und Bauwirtschaft weiterhin überzeugen.
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AKP. Fachzeitschrift für Alternative Kommunalpolitik
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Nr. 5
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S. 18-19