Kirche im ländlichen Raum. Resignation oder Aufbruch?

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München

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Während wirtschaftsstarke Zentren nach wie vor einen Zuzug erfahren, leiden insbesondere abgelegene ländliche Gebiete unter Abwanderungsbewegungen. Wo die Menschen fehlen, kann sich auch die Infrastruktur nicht halten. Wirtshäuser, Lebensmittelgeschäfte, Schulen und Arztpraxen werden immer seltener in den Dörfern. Häuser stehen leer. Auch die Kirchen unterliegen Reformprozessen. Sie müssen ihre Aufgaben mit weniger Personal leisten, vor allem mit immer weniger und immer älteren Priestern. Die Aufgabengebiete vergrößern sich. So ist der einzelne Pfarrer für immer mehr Menschen und Sorgen zuständig. Gerade in Zeiten des Wandels brauchen die Menschen eine gute und aufmerksame Begleitung und ein Gedankengut, das ihnen Orientierung bietet. Die Situation kann nun Anlass für Resignation und einen Rückzug sein oder aber den Weg für neue Modelle ebnen. Auch der Staat muss immer wieder prüfen, wo seine Kernaufgaben liegen und wo er auf die Eigenkräfte der Menschen vertrauen kann. Das kann auch bedeuten, Aufgaben abzugeben oder neue Partnerschaften einzugehen.

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89 S.

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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen; 89