Faire Pensionen durch einkommensabhängige Ersatzraten.

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Gütersloh

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EDOC

Abstract

Der Autor Markus Knell diskutiert in dem Diskussionspapier am Beispiel des österreichischen Pensionssystems die Frage, wie man Pensions- bzw. Rentensysteme anpassen und weiterentwickeln könnte, um sowohl fiskalisch angemessen und nachhaltig, als auch sozial fairer auf eine doppelte demografische Herausforderung zu reagieren. Das betrifft einerseits die rasch steigende durchschnittliche Lebenserwartung von mehreren Jahren pro Jahrzehnt und andererseits die unterschiedliche Langlebigkeit nach sozio-ökonomischem Status, d. h. die Korrelation von Sterblichkeit mit Einkommen, Vermögen und Bildung. In der Arbeit wird diskutiert, wie ein Pensionssystem der doppelten demografischen Herausforderung (Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung und differenzielle Mortalität) begegnen könnte, um der doppelten Zielsetzung (finanzielle Stabilität und faire Regelgestaltung) gerecht zu werden. Dies wird anhand des leistungsorientierten österreichischen Pensionskontensystems illustriert, wobei die grundlegenden Ideen aber auf jedes umlagebasierte Pensions- bzw. Rentensystem übertragbar sind. Der Vorschlag selbst beruht auf Ersatzraten, die einerseits nach der Höhe des Lebenseinkommens (also interpersonell) gestaffelt sind und andererseits über die Zeit (also intertemporal) variieren. Die Positionen Knells werden von Bert Rürup kommentiert, ein Resümee zieht Bernd Martin.

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35 S.

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