Stadtkronenpolitik durch Museen, Konzerthäuser und Theater.

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Baden-Baden

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ZLB: Kws 6/15

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Abstract

Besuchs- und Kulturstätten-Statistiken der letzten Jahrzehnte belegen, dass die Bedeutung großer Kulturstätten in den Städten Deutschlands zunimmt. Die Förderung dieser Kultur beruhte lange Jahre auf einem ökonomischen Kalkül der Stadtpolitik, die als "Stadtkronenpolitik" bezeichnet wurde. Mit ihr sollte die "kreative Klasse" in die Städte gezogen werden, für die (Hoch-)Kultur ein wichtiger Teil ihrer Lebensqualität ist. Diese postfordistische Ökonomisierung der Kultur als Stadtkronenpolitik wurde allerdings schon früh als zu einseitig kritisiert. Weitere Erklärungsansätze zur Zunahme der Bedeutung der Stadtkultur sind ihr Einsatz als Kompensationsmittel der gesellschaftlichen Krise der technischen Rationalität der Spätmoderne und als ästhetisches Spektakel und Mittel zur Entfaltung der einer einzigartigen "Singularität".

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563-573

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