Institutionelle Anbieter auf deutschen Wohnungsmärkten - neue Strategien der Wohnungsbewirtschaftung.

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
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Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

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Bonn

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0303-2493

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ZLB: 4-Zs 2548
BBR: Z 703
IFL: Z 0073

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Abstract

Wohnungsmärkte galten lange Zeit - vor allem wegen der strengen kommunalen und staatlichen Regulation - als national abgeschlossene Märkte, die für internationale Investitionen weitgehend verschlossen blieben. Mit der Privatisierungspolitik der letzten Jahre und den damit einhergehenden Verkäufen von größeren zusammenhängenden Wohnungsbeständen haben sich die Anbieterstrukturen auf deutschen Wohnungsmärkten verändert. Im Beitrag werden an Beispielen von Wohnsiedlungen in Frankfurt/Main und Berlin die Bewirtschaftungsstrategien internationaler Investoren nachgezeichnet. Die neuen Bewertungsnormen und Managementstrategien sind dabei weniger auf transnationale Normen des Immobilienmarkts als vielmehr auf die Anwendung finanzökonomischer Strategien zurückzuführen. Aus einer wohnungswirtschaftlichen Perspektive lässt sich dabei der Übergang von einer substanzorientierten Wohnungsverwaltung zu einer ertragsorientierten Wohnungsverwertung feststellen. Neben verkaufsorientierten Aufwertungsstrategien in ausgewählten Teilen der privatisierten Bestände dominieren Tendenzen einer Reduktion der Bewirtschaftung auf reine Vermietungsstrategien bei gleichzeitiger Einsparung von Personal- und Instandsetzungskosten. Insbesondere in den Beständen des ehemaligen sozialen Wohnungsbaus setzen sich so Tendenzen eines Discountwohnens durch.

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Nr. 5/6

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S. 391-402

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