Sorgende Gemeinschaften? "Demenzfreundliche Kommunen" zwischen sozialstaatlichem Sparmodell und Emanzipationsgewinn.
Zitierfähiger Link:
Keine Vorschau verfügbar
Datum
2018
item.page.journal-title
item.page.journal-issn
item.page.volume-title
Herausgeber
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Berlin
Sprache
ISSN
2197-2567
ZDB-ID
Standort
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
EDOC
Autor:innen
Zusammenfassung
Der von Bund, Kommunen und Selbsthilfeorganisationen ausgerufene "demenzfreundliche" Umbau der Gesellschaft wird einer kritischen Analyse unterzogen. Hierfür werden die polit-ökonomischen und wohlfahrtstaatlichen Rahmenbedingungen des sozialpolitischen Konzepts der "sorgenden Gemeinschaft" rekonstruiert, welches die Zivilgesellschaft zu einer wesentlichen Akteurin "demenzsensibler" Kommunen erklärt. Unter den gegebenen Bedingungen läuft diese Entwicklung Gefahr, den mangelnden Ausbau sozialstaatlicher Transfer- und Dienstleistungen in der Altensorge abzufedern. Am Beispiel des Konzepts der "demenzfreundlichen Kommune" wird gezeigt, dass bürgerschaftliche Sorgepraktiken Menschen mit Demenz zugleich Emanzipationsgewinne in Form von steigender sozialer Partizipation und Selbstbestimmung ermöglichen. Ausgehend von diesem Spannungsverhältnis wird ein Vorschlag unterbreitet, wie gemeinwesenorientierte Care-Arrangements jenseits der Dichotomie von sozialstaatlichem Sparmodell und idealistisch verklärter Sorgegemeinschaft zu fassen wären.
item.page.description
Schlagwörter
Zeitschrift
Sub\urban
Ausgabe
Nr. 1
Erscheinungsvermerk/Umfang
Seiten
S. 77-96