Nächtlicher Flug-, Straßen- und Schienenverkehrslärm: Belästigungsunterschiede und kumulative Wirkungen.

Springer-VDI-Verl.
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Herausgeber

Springer-VDI-Verl.

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Düsseldorf

Sprache

ISSN

1863-4672

ZDB-ID

Standort

ZLB: 4-Zs 2529
BBR: Z 189
TIB: ZA 4580

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Viele in der Vergangenheit durchgeführte Studien deuten darauf hin, dass die Belästigung bei gleichem Dauerschallpegel am Tag in der Reihenfolge Schienenverkehrslärm, Straßenverkehrslärm, Fluglärm ansteigt. In der im Beitrag vorgestellten Studie sollte untersucht werden, ob sich bei nächtlicher Lärmexposition die gleichen Unterschiede in der Belästigung zwischen den Verkehrsträgern finden, und inwiefern sich Belästigungsurteile bei gleichzeitiger Beschallung mit Lärm von zwei oder drei Verkehrträgern ändern. Als Datenbasis dienten Befragungen aus drei Schlaflaborstudien zur Belästigungswirkung und zu subjektiven Schlafstörungen von Flug-, Straßenverkehrs- und Bahnlärm, die mit 72 Probanden durchgeführt wurden. Im direkten Vergleich wird die höchste Belästigung durch Fluglärm ausgelöst, gefolgt von der Belästigung durch Schienenlärm an zweiter und Straßenlärmbelästigung an dritter Position. Eine mögliche Erklärung für die gefundene Rangfolge besteht in der zeitlichen Länge der verwendeten Verkehrsgeräusche, von denen die Fluggeräusche im Vergleich zu den Straßenverkehrs- und Bahngeräuschen am längsten waren. Die Fluglärmbelästigung wird anders als die Belästigung durch Schienen- oder Straßenverkehrslärm durch die Lärmwirkung eines zweiten bzw. dritten Verkehrsträgers verstärkt. Die Doppelexposition aus Flug- und Schienenlärm bzw. die Dreifachexposition mit allen drei Verkehrslärmarten ruft eine signifikant stärkere Belästigungsreaktion hervor als die reine Exposition mit Fluggeräuschen.
In the past, various studies indicated that, at the same noise level and during daytime, annoyance increases in the order rail traffic, road traffic and aircraft noise. In the present study, it was analysed if the same differences in annoyance between traffic modes can be found for nocturnal noise exposure. Furthermore, it was analysed how annoyance judgements change during noise exposure with two or three traffic modes. Questionnaire surveys on noise annoyance and subjective sleep disturbances due to aircraft, road and rail traffic noise with 72 subjects of three sleep laboratory studies at the DLR Institute of Aerospace Medicine served as data basis. In direct comparison, the annoyance by aircraft noise ranked first followed by the annoyance due to railway and road noise. A possible explanation for the observed ranking is the duration of the applied transportation noises, where the duration of aircraft noise events exceeded the duration of road and railway traffic noise events. In contrast to road and rail traffic, aircraft noise annoyance is amplified after nights with exposure to a second or third traffic mode. This cumulative effect stresses the fact that a separate assessment of single traffic modes may not be adequate in situations with combined traffic noise exposure.

Beschreibung

Schlagwörter

Zeitschrift

Lärmbekämpfung

Ausgabe

Nr. 6

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Seiten

S. 240-245

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