Akzeptanz des Wohlfahrtsstaates. Hohe Verantwortung, verlorenes Vertrauen?

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Abstract

Nach wie vor teilt eine breite Mehrheit der Bürger/innen in Deutschland die grundlegenden Ziele wohlfahrtsstaatlichen Handelns auch in der längerfristigen Perspektive. Das bestätigt die Übersicht über vorliegende Studien zur Akzeptanz des Wohlfahrtsstaates. Die normativen Erwartungen an den Staat, dieser sozialstaatlichen Verantwortung gerecht zu werden, sind trotz der anhaltenden Diskussionen um Krise und Reform des Sozialstaats und trotz der in den vergangenen beiden Jahrzehnten durchgeführten Reformen - auch im internationalen Vergleich - recht hoch. Dem Staat wird nach wie vor die Hauptverantwortung für die Gewährleistung sozialer Sicherheit und des sozialen Friedens zugewiesen, insbesondere für die Vermeidung von Armut, die Sicherung des Lebensstandards und für die Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Den Tarifpartnern, den Arbeitgeber/innen und den privaten Haushalten wird zwar eine gewisse Mitverantwortung für die Erreichung dieser Ziele zugeschrieben, doch ist das Meinungsbild bezüglich der relativen Bedeutung der verschiedenen Akteure relativ stabil, d. h. es hat sich kein grundsätzlicher Wandel des Leitbildes in Richtung Eigenverantwortung vollzogen.

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43 S.

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Gute Gesellschaft - soziale Demokratie #2017plus