Gemacht oder gedacht? Inszenierung und Rezeption des Titels Welterbe im Oberen Mittelrheintal.
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Mainz
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DI
EDOC
EDOC
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Abstract
In die lange Liste der seit 1978 von der UNESCO aufgenommenen Welterbestätten reiht sich seit 2002 die Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal ein. Aufbauend auf der Rekonstruktion der Welterbewerdung, sind die zentralen Fragen der Studie, welche Rolle die Konstituierung des Welterbes und der Umgang mit diesem für die Regionalentwicklung spielt und wie die im Oberen Mittelrheintal lebenden Menschen mit der „Heritageifizierung“ umgehen bzw. wie sich diese auf ihre Lebenswelt auswirkt. Anhand des von 2009 bis 2013 mit ethnografisch-qualitativen Methoden erhobenen Materials werden Antworten auf diese und weitere Fragen gegeben. So wird dargestellt, wie das auf politischer Ebene mit der Auszeichnung verfolgte Ziel, eine strukturschwache und disparate Region mit einem neuen, gemeinschaftsfördernden Image auszustatten, realisiert wurde. Der Welterbetitel wirkt als neue Ummantelung des Tals. So nutzen die politisch Verantwortlichen die Markeneffekte für eine Neupositionierung der Region und definieren sie über die symbolische Auszeichnung. Von verschiedensten Akteuren – von touristischem Marketing bis hin zu ehrenamtlichen Initiativen – wird der Titel zudem als symbolische Ressource genutzt, um das Tal und individuelle Handlungen aufzuwerten. Während lokale Entscheidungsträger die intendierte Entwicklung der Region betonen und positiv von den Auswirkungen der Welterbewerdung berichten, zeigt die Auswertung der Gespräche mit der Bevölkerung, dass bei der Mehrheit der befragten Bevölkerung das Welterbe im Verhältnis zu anderen Merkmalen einen weit weniger gewichtigen Anteil an der Regionskonstruktion einnimmt.
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