Innerstädtische Differenzierungen in Kassel - Strukturen und Prozesse Bd. 2. "Macht" und "Raumsymbolik" in der Haupt- und Residenzstadt Cassel als Bezugsgrößen innerstädtischer Differenzierungsprozesse vor und zu Beginn der Industriellen Revolution.

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Kassel

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ZLB: 95/4120-2
BBR: Y 825/55b

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Abstract

Die Untersuchung von "Macht" und "Raumsymbolik" als Bezugsgrößen innerstädtischer Differenzierungsprozesse zu Beginn der Industrialisierungsphase ist Bestandteil eines größeren Forschungsprojekts, das als empirische Ausgangsbasis auf umfangreiches Karten- und Tabellenwerk für die Jahre 1834 und 1865 zurückgreift. Die Wahl der Kategorien "Macht" und präsentative "Raumsymbolik" als zentrale Untersuchungskategorie, auf die einige Einzelphänomene innerstädtischer Differenzierung bezogen werden sollen, wurden zum einen in Ableitung von bestimmten Positionen der klassischen Chikago-Schule vorgenommen, zum anderen verdanken sie sich einer am psychoanalytischen Paradigma orientierten Methodologie. Die vorgelegten Ergebnisse zielen in zwei Querschnittsuntersuchungen zunächst auf die Übergangsphase vom Absolutismus zur industriellen Revolution, die spezifisch gearteten psychosozialen und damit auch zu szenisch-räumlichen Kompromißlösungen geführt haben (um 1835). Die zweite Untersuchung gilt der beginnenden Phase der Hochindustrialisierung (um 1865), die u.a. der baulichen Expansion "vor den Toren" und der beginnenden "Tertiärisierung" und Überalterung absolutistischer Wohnareale nachgeht. Dem Verfasser geht es mit seiner Arbeit auch darum, in der Annäherung an psychosoziale Momente der Vergangenheit unserer Stadtgesellschaften nicht nur die in ihr aufgehobenen sichernden Momente, wie sie in der Vielzahl der historisierenden Veröffentlichungen - alten Bildbänden, alten Postkarten, Stadtführern - zum Ausdruck kommt, nachzugehen, sondern auch den eher beunruhigenden Aspekten, die die stadtgeschichtliche Vergangenheit für die Zeitgenossen, aber auch für den "Nachhinein"-Betrachter bereithalten. goj/difu

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269 S.

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Urbs et Regio; 63